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Mercedes-Benz GLC : Mit Schmerz und Verstand

Der GLC beschert Mercedes-Benz haufenweise Kunden. Bild: Hersteller

Der GLC beschert Mercedes-Benz haufenweise Kunden. Ein guter Grund für das Unternehmen, seinen Bestseller zu erfrischen. Freilich gehen die Schwaben behutsam vor.

          Wohl dem, der solch eine Perle im Portfolio hat, Börsianer würden Outperformer dazu sagen. Der GLC beschert Mercedes-Benz haufenweise Kunden, einfach weil er gut ins Leben passt und adrett ausschaut. Doch weil nichts für immer ist, wird nun Hand angelegt, vier Jahre Bauzeit sind der dafür übliche Termin. Freilich gehen die Schwaben behutsam vor, dem bisherigen Modell wird das sichtbare Altenteil erspart.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Am neuen GLC wirken strengere LED-Leuchten vorn und quadratisch illuminierte hinten, die anders, aber nicht besser aussehen als zuvor. Innen zieht das Infotainmentsystem MBUX mit größerem, berührungsempfindlichem Bildschirm ein. Die Sprachsteuerung erwacht auf den Befehl „Hey Mercedes“ und beherrscht beeindruckend viel. Nur wer sich über „Mercedes“ unterhält, wird von einem ständigen „Was kann ich für Sie tun“ überrascht.

          Geopfert wurde der praktische Dreh-Drück-Steller, mancher wird ihn vermissen. Die Menge an Assistenten ist kaum noch zu überblicken, wieder werden neue hinzugefügt, sie kümmern sich um Rettungsgassen, Stauenden, Überholansinnen oder Parkbegehren. Zum Glück für all jene, die unter Mobilität noch den eigenen Griff zum Lenkrad verstehen, fährt der GLC wie gehabt, nämlich gut. Vielleicht jetzt noch einen Tick besser.

          Passt gut ins Leben und sieht adrett aus. Bilderstrecke

          Fahrwerk und Lenkung blieben prinzipiell unberührt, ausgleichende Aufgaben erledigen nun aber einstellbare Dämpfer. Und die Motoren sind auf den jüngsten Stand gebracht, gekoppelt an Neungang-Automatik und Allradantrieb. Die Diesel werden mit zwei SCR-Katalysatoren gereinigt. Den Benzinern wird mit 48-Volt-Mildhybridnetz und riemengetriebenem Startergenerator RSG kurzzeitig zusätzliche Leistung eingehaucht, zugleich soll der Verbrauch sinken. Und das Start-Stop-System verliert seinen Schrecken. Souverän und laufruhig gehen die Vierzylinder zu Werke, aber in Gefühl und Klang sind sie eben kein Sechser. Wer mehr will, greift zum AMG mit V8.

          Markteinführung ist im Juli. Der Einstieg gelingt mit 163 PS zu happigen 47 725 Euro. Fortgesetzter Erfolg wirkt gleichwohl garantiert. Der GLC ist und bleibt eines jener Autos, die zur Anschaffung einmal schmerzen und dann jeden Tag Freude bereiten.

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