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Mazda5 : Hübsches Aussehen mit Nachteilen

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Der Mazda5 war lange Zeit der einzige Minivan mittlerer Größe, der den Einstieg nach hinten mit Schiebetüren sehr erleichterte Bild: Hersteller

Minivans sind Autos der Vernunft. Zumindest theoretisch. Im frisch renovierten Mazda5 sind Vernünftiges und Unverständliches friedlich vereint. Einiger Aufwand wurde ins Design gesteckt, das von „Nagare“ inspiriert sein soll.

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          Gute Ideen finden Nachahmer: Der Mazda5 war lange Zeit der einzige Minivan mittlerer Größe, der den Einstieg nach hinten mit Schiebetüren sehr erleichterte. Auch bei den Größeren der Bauart war das bisher eher die Ausnahme, und die deutschen Konkurrenten waren für diese Idee schon gar nicht zu haben. Das hat sich jetzt geändert, denn der neue VW Sharan nebst Halbbruder Seat Alhambra und die lange Version des ebenfalls neuen Ford C-Max bekennen sich ebenfalls zur Schiebetür, gewiss zur Freude vieler ihrer Käufer. Für die Hersteller bedeutet diese menschenfreundliche Lösung freilich Mehrgewicht und höhere Kosten.

          Mazda hatte jedenfalls keinen Grund, beim Facelift seines Minivans umzudenken. Auch das neue, seit Oktober erhältliche Modell hat Schiebetüren für den Einstieg zum Fond, wo - außer im Fall der Basisversion Prime-Line - zwei Sitzreihen warten: in der zweiten Reihe mit drei Plätzen (von denen der einklappbare mittlere nur Notsitz-Qualität hat) und in der dritten mit zwei, die komplett in den Kofferraumboden versenkt werden können. So war es auch beim Vorgänger, und wie er ist der jetzige Mazda5 eher ein Sechs- als ein Siebensitzer. Vier Erwachsene und zwei Kinder kommen bequem unter, wenn sie kein großes Gepäck bei sich haben, denn die entfaltete dritte Sitzreihe lässt den Kofferraum auf karge 112 Liter schrumpfen - typisch für die siebensitzigen Minivans der 4,50-Meter-Klasse, die eben noch nicht groß genug sind, um bei voller Besetzung genug Kofferraumvolumen anzubieten.

          Als Fünfsitzer kann der Mazda mit 426 Liter aufwarten, zwar auch kein Traumwert, aber im Einzelfall dank der Längsverschiebbarkeit der zweiten Sitzreihe um 30 Zentimeter ein wenig zu verbessern. Mit versenkter dritter und geklappter zweiter Reihe entstehen maximal 1485 Liter, ausreichend auch für etwas ungewöhnlichere Transporte. Die Ladekante liegt erfreulich niedrig, aber die große Heckklappe schwingt nicht weit genug nach oben.

          Zwei Ottomotoren und ein Diesel sind im Angebot, dieser kommt im Frühjahr 2011

          Er ist acht Zentimeter länger, ohne mehr Nutzraum zu bieten

          An den Abmessungen des Mazda5 hat sich mit dem kleinen Modellwechsel nichts Aufregendes verändert: Er ist acht Zentimeter länger, ohne mehr Nutzraum zu bieten. Einiger Aufwand wurde ins Design gesteckt, das von der naturnahen japanischen Formensprache Nagare inspiriert sein soll. Unwissenden Europäern ist das schwer nahezubringen; sie bemerken, ein wenig verwundert, abenteuerlich geschwungene Sicken in der Seitenwand, die hübsch aussehen mögen, aber bei allfälligen Blechreparaturen wohl eher nachteilig sind. Neu gestaltet sind auch die Front - sie sei jetzt dem „Familiengesicht“ der Marke angepasst - und die nun waagerechten Rückleuchten. Geändert wurden zudem Armaturenbrett und Konsole (es blieb aber beim hochgelegten Schalthebel), Chrom und Mattsilber wurden reichlicher verteilt. Die Instrumente sind tadellos ablesbar, die Bedienungselemente liegen gut zur Hand, die Klimaautomatik kommt etwas zögernd in Gang, heizt dann aber auch bei stärkerer Kälte gut ein.

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