https://www.faz.net/-gy9-a0vn4

Mazda MX-30 : Nur das Format passt nicht

Der neue Mazda MX-30 Bild: Hersteller

Der MX-30 ist Mazdas erster Vollelektriker. Dem schicken Äußeren und ungewöhnlicher Lösungen wie der gegenläufig öffnenden Türen wird sofort Beifall gezollt.

          1 Min.

          Mazda macht schon immer vieles anders als andere Hersteller. Jetzt bringen sie am 25. September ein Elektroauto auf den Markt, dem aufgrund seines schicken Äußeren und ungewöhnlicher Lösungen wie der gegenläufig öffnenden Türen sofort Beifall gezollt wird. Auch der Innenraum ist hübsch gestaltet, alles passt, das Ausstattungsniveau ist hoch, so ist ein Head-up-Display serienmäßig. Mit einer Läge von 4,40 Meter und einem Kofferraumvolumen von 366 Liter ordnet sich der Mazda in der Kompaktklasse ein, und jetzt kommt der Haken: Die Batterie im Unterboden hat eine Kapazität von nur 35,5 kWh, die Reichweite beträgt also nicht mehr als 200 Kilometer, der Norm nach sind es immerhin 262.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das ist zu wenig für ein Fahrzeug, dass eindeutig kein Stadtwägelchen ist. Mazda sagt, die Batterie habe genau die richtige Größe („right size“), weil eine stärkere Batterie die Umwelt zu sehr belaste, sobald man eine Gesamtrechnung aufstellt. Vor allem das Herstellen der Akkus sei eine sehr hohe Belastung, und mit einer großen Batterie sei es praktisch nicht mehr möglich, diesen Start-Nachteil über die Lebensdauer wieder auszugleichen.

          Der Elektromotor leistet 145 PS, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 140 km/h limitiert. Die 310-Kilo-Batterie kann mit Gleichstrom geladen werden, mit bis zu 50 kW – dann ist sie in rund 40 Minuten wieder voll. An der heimischen Steckdose dauert Laden zehn bis 12 Stunden. Momentan kann mit Wechselstrom nur einphasig geladen werden, das heißt erst an einer 22-kW-Wallbox reduziert sich der Ladevorgang auf viereinhalb Stunden (22 geteilt durch 3, weil nur eine der drei Phasen genutzt werden kann).

          Der Elektromotor leistet 145 PS, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 140 km/h limitiert. Bilderstrecke

          Daran werde aber gearbeitet, und in Aussicht ist zudem ein MX-30 mit Range Extender. Im Motorraum ist augenscheinlich noch genug Platz für einen kleinen Wankelmotor und einen kleinen Benzintank. Der Strom für die Batterie käme dann vom kompakt bauenden Wankelmotor, die Reichweite würde sich mindestens verdoppeln. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Mit der neuen, großzügigen Förderung kostet der MX-30 zum Start 23.654 Euro.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Heftige Explosion in Beirut : Eine Stadt steht unter Schock

          Eine gewaltige Explosion in Beirut fordert zahlreiche Menschenleben, mehr als 2750 Personen werden verletzt. Auslöser der Detonation war eine enorme Menge Ammoniumnitrat, die ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Hafenlager aufbewahrt wurde.
          SPD-Politiker Kevin Kühnert

          SPD-Führung : Kühnert auf dem Weg

          Kevin Kühnerts Ziel, der Bundestag, ist der beste Weg, um die SPD-Führung weiter rutschen zu lassen. In wessen Richtung? Dumme Frage.
          Noch eine reine Idylle, soll sie bald für den nächsten „Mission: Impossible“-Teil von Tom Cruise in die Luft gesprengt werden: Die majestätisch in dreißig Metern Höhe über den Bober schwingende Stahlfachwerkbrücke des Ingenieurs Otto Intze von 1905.

          Cruise bedroht Brücke : Was die Wehrmacht nicht schaffte

          Mission: Unmöglich! Tom Cruise will für seinen neuen Film eines der schönsten Brückenmonumente Polens sprengen. Wenn er damit durchkommt, wäre das ein Skandal.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.