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Matula und der Alfa Romeo : Ein Fall für zwei

Woraufhin Gärtner auf seine private Alfa Romeo Giulia, mit der er gerade samt Gepäck aus seiner Geburtsstadt Berlin an den Main umgezogen war, deutete und sagte: „Dann nehmen wir doch einfach den, bis wir einen anderen haben.“ Product-Placement? Daran hat damals keiner gedacht. Avancen anderer Marken gab es immer mal wieder. Ford kam ins Spiel, daraus wurde nichts.

Gangster fahren Mercedes-Benz

Opel war dabei und verschwand wieder. Rechtsanwalt oder Gangster fahren Mercedes-Benz, in Ordnung. Aber der Detektiv bleibt seiner Marke treu. „Der Alfa gehört zur Beständigkeit von Matula“, sagt Gärtner. „Die anderen“ waren denn auch allesamt Alfa Romeo. Es folgten eine Giulia Nuova Super, ein T-Spark, der 156 und zuletzt der 159. Privat hatte er damals noch einen GTV Veloce in seiner Garage in Berlin stehen, heute nennt er sich stolzer Eigner des letzten Spider.

Eines Tages, als eine aus zweiter Hand erworbene Nuova Super im Einsatz war, wurde der italienische Autohersteller auf die Sendung aufmerksam und fragte an, ob sich statt der gebrauchten nicht neue Autos einsetzen ließen, „schließlich wollen wir Neuwagen verkaufen“. Es ließ sich einrichten, seither stellt Alfa Romeo Matulas Dienstwagen. „Wann immer Alfa ein neues Modell herausgebracht hat, haben wir getauscht. Das war ja nicht allzu häufig“, grinst Gärtner. Wobei er den Wechsel der ersten Giulia zur Nuova Super nicht ganz freiwillig unternahm.

15 Jahre Rennsport. Gärtner: „Mit Alfa 1a Haltungsnoten, null Erfolg“

„Wir haben in Frankfurt auf der damals noch vorhandenen Müllhalde eine Verfolgungsjagd gedreht. Ich musste hinter einem Saab her, der erstens Frontantrieb und zweitens ein paar PS mehr hatte. Der Regisseur sagte, wir müssten dichter hintereinander her fahren, also gaben wir richtig Gas. Dann kam ich in der Kurve quer und dachte, o, toll, da fahre ich jetzt quer durch.“

Die Stunts macht Gärtner selbst

„Und das ging auch super bis zu dem Begrenzungsstein, den ich übersehen habe. An dem bin ich mit der Vorderachse hängengeblieben, das Auto hat sich überschlagen und blieb auf dem Dach liegen. Ich hing kopfüber im Gurt, mir war nichts geschehen. Der Kameramann schrie: Keiner läuft ins Bild. Die anderen schrien „Mörder“ zurück und rannten mir zu Hilfe. Die Szene konnten wir dann nicht ohne Schnitt zeigen.“

Es war der einzige größere Unfall, den Gärtner unkontrolliert erlebt hat. Seine Stunts, berichtet er, fährt er alle selbst. Dass er mit Autos umgehen kann, hat er als Rallyepilot im A-Kadett-Werkswagen bewiesen, auf der Rundstrecke, während 24-Stunden-Rennen und als Pilot im Porsche Supercup. Heute fährt er, kaum zu glauben, Alfa 159 Diesel. Und schmiedet Pläne.

Die letzte Folge am 29.März 2013: Josef Matula und Rechtsanwalt Markus Lessing

Mit seinem zum Wohnmobil umgebauten Mercedes-Benz-12,5-Tonner-Lastwagen waren er und seine Frau gerade vier Monate in Afrika, im kommenden Sommer will er damit auf die Seidenstraße gen China. Es sei denn, es kommt ein Projekt dazwischen. Gärtner hat eine Idee: Matula ist zum Camper mutiert, zieht mit seinem Wohnmobil durch die Gegend. Unterwegs übernimmt er ein paar Kriminalfälle.

Sechs Folgen und den Auftritt des neuen Alfa 4C kann er sich vorstellen. So fing „Ein Fall für zwei“ ja auch mal an. Dessen letzte Folge endet übrigens nicht in einer Katastrophe, sondern so, dass es „einfach weitergehen könnte“, verspricht Gärtner. Dann wäre auch seine 92 Jahre alte Mutter versöhnt. Die hat das von ihrem Sohn initiierte Ende der Krimiserie als „Verrat“ bezeichnet. Welch eine weise Frau.

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