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Luxus-Autos : Auf dem Gipfel der Exklusivität

  • -Aktualisiert am

Anführer der Sportwagengilde: Mercedes McLaren SLR 722 Edition Bild: Hersteller

Aus dem Hause Daimler-Chrysler kommen zwei neue Autos der Superlative für je rund eine halbe Million Euro. Maybach baut mit dem 62 Spezial die stärkste Serien-Limousine der Welt, und Mercedes setzt mit dem McLaren SLR 722 Edition beim Supersportler SLR noch einen drauf.

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          Die beiden High-Ender von Daimler- Chrysler, Maybach und der SLR-Sportler, warten mit neuen Superlativen auf. 62 Spezial heißt das teuerste und kräftigste Modell der Elite-Limousinen, der Anführer der Sportwagengilde ist künftig der Mercedes McLaren SLR 722 Edition. Das Führungsduo hat einige Gemeinsamkeiten. Beide sind ebenso rar wie kostspielig, der 62 Spezial für 517.888 Euro ist nach Angaben des Herstellers die stärkste in Serie gebaute Limousine der Welt. Der nochmals geschärfte McLaren-SLR ist der schnellste straßentaugliche Mercedes-Benz; während die Limousine mit langem Radstand aus Gründen der Tragfähigkeit der Reifen und der Sicherheit einem elektronischen Tempolimit (250 km/h) unterliegt, kann der 722 Edition seiner Schnelligkeit freien Lauf lassen und erreicht 337 km/h. 476.000 Euro kostet der Eintritt in den Klub.

          Die Version 62 Spezial der Maybach-Modellreihe sei eine logische Erweiterung des Angebotes, sagt Hans-Dieter Multhaupt, Leiter des Programm-Managements und der Entwicklung bei Mercedes-Benz. Bereits bei der knapp einen halben Meter kürzeren Version Maybach 57 habe das Angebot der noch hochwertigeren und leistungsstärkeren Spezial-Version eine stärkere Nachfrage geschaffen. Anfangs erwarteten die Absatzplaner einen Anteil von 40 Prozent der S-Variante, mittlerweile habe sich das Verhältnis der Verkaufszahlen jedoch paritätisch entwickelt. Grund genug, um die Chauffeurs-Limousine, deren Eigner in aller Regel im großzügigen Fond Platz nimmt, ebenfalls in der Spezial-Ausführung anzubieten.

          Sportliche drei Tonnen

          Außen sollen kleine Änderungen am Design den dynamischen Auftritt des teuersten Maybach stärken. Der Vorderwagen wird von einem weiterentwickelten Kühlergrill dominiert, die ebenfalls neu gestalteten Scheinwerfer - sie sehen mit ihrer fein strukturierten Leuchtfläche eher technisch denn elegant aus - rahmen die chromverzierte Kühlermaske ein. Exklusive Leichtmetallräder in 20-Zoll-Größe und die beiden Farbgebungen Silber oder Schwarz kennzeichnen den S außerdem. Im Innenraum wird mit Akribie der hohe Anspruch umgesetzt. Eine neue Lederausstattung schafft in Verbindung mit der Kombination von Karbonelementen und Klavierlack-Intarsien eine stärker sportlich betonte Atmosphäre.

          Ein Superaltiv unter den Luxus-Limousinen: Maybach 62 Spezial
          Ein Superaltiv unter den Luxus-Limousinen: Maybach 62 Spezial : Bild: Hersteller

          Der um 45 kW (62 PS) auf 450 kW (650 PS) erstarkte 5,5-Liter-V12 beschleunigt den 62 Spezial über eine fünfstufige Automatik in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei einem Leergewicht von 2855 Kilogramm ein überaus beeindruckender Wert. Die Biturbo-Aufladung des Triebwerks generiert ein Spitzendrehmoment von 1000 Newtonmeter zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen in der Minute. 16,4 Liter Superplus Benzin braucht er für 100 Kilometer; damit dieser Konsum zumindest nicht kurzfristig zu Versorgungsengpässen führt, nimmt der Tank 110 Liter auf.

          Verschäfter Spitzesportler

          Die vom Mercedes-Benz-Tochterunternehmen AMG im württembergischen Affalterbach in Handarbeit zusammengefügte V8-Kompressormaschine im SLR 722 bringt es auf 478 kW (650 PS) und liefert 820 Nm Drehmoment bei 4000/min. Damit beschleunigt der rund 1700 Kilogramm schwere Flügeltürer in 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Straffere Federn, eine um einen Zentimeter gesenkte Karosserie und größere Anstellwinkel des tempoabhängig ausfahrenden Heckspoilers (Airbrake) sollen die Voraussetzungen für sportliche Sicherheit schaffen.

          Für die öffentlichen Straßen ist der Spitzensportler nur bedingt geeignet. Der im Vergleich zur bisherigen Version um 44 Kilogramm erleichterte Bolide mag weder spoilergefährdende Schwellen noch den Schrittverkehr im Alltagsstau. Die Bremsanlage von Brembo mit karbonfaserverstärkten Keramikscheiben erfordert aufgrund des wenig präzise aufgebauten Druckpunkts höchste Disziplin, um das Verzögern halbwegs komfortabel zu gestalten.

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