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Unterschiedliche Sitztypen : Neue Business Class der Lufthansa bietet mehr Privatsphäre

Einzelsitze am Fenster mit hochgezogenen Seitenwänden soll es auch geben. Bild: Lufthansa

In der neuen Business Class wird die Lufthansa nicht mehr alle Sitze gleich gestalten. Insgesamt soll es sechs verschiedene Sitztypen geben.

          Die Lufthansa will künftig in der Business Class nicht mehr alle Sitze gleich gestalten, sondern auf individuelle Vorlieben ihrer Gäste eingehen. Das neue Konzept wird mit der Indienststellung des Großraumflugzeugs Boeing 777-9 im Jahr 2020 eingeführt. Demnach soll es Einzelsitze am Fenster mit hochgezogenen Seitenwänden geben, in denen der Passagier weitgehend abgeschottet ist.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Gerade alleinreisende Frauen wünschten sich das, meint die Fluggesellschaft beobachtet zu haben. In der Mitte werden offener gestaltete Plätze mit viel Ablagen und Stauraum für diejenigen eingebaut, die während des Flugs arbeiten möchten. Es soll zudem Pärchensitze geben. Noch nachgedacht wird, ob die, flach gestellt, eine Art Doppelbett ergeben sollen. Je Reihe sind drei oder vier Sitze untergebracht. Alle sind zum Gang geöffnet, man muss also nicht mehr über den Nachbarn steigen, um sich die Beine zu vertreten.

          Mittels Sensoren wird die Polsterhärte an den Körper angepasst, auch im Schulterbereich während des Liegens. Das soll entspannten Schlaf garantieren. Die Sitze können komplett flachgelegt werden und sind als Bett mindestens zwei Meter lang. Lichtambiente und Klimatisierung sollen persönlich einstellbar sein, W-Lan-Anbindung ist ebenso vorgesehen wie induktives Laden für Smartphones. Jede „Sitzinsel“ wiegt dank des Einsatzes von Kompositmaterial rund 110 Kilogramm, was als leicht empfunden wird. Insgesamt soll es sechs verschiedene Sitztypen geben, zwischen denen der Kunde bei seiner Reisebuchung wählen kann. Dazu wird es auf der App eine 360-Grad-Ansicht der Kabine geben.

          Das neue Konzept wird mit der Indienststellung des Großraumflugzeugs Boeing 777-9 im Jahr 2020 eingeführt.

          Die Konzernschwestern Swiss und Austrian Airlines werden die neuen Sitze, mit denen die Grenze zur First Class verschwimmt, ebenfalls montieren. In der Economy-Klasse wird sich am Sardinenbüchsengefühl indes nichts ändern. Die Lufthansa-Entwickler gestehen freilich zu, hier sei eine Grenze der Zumutbarkeit erreicht. Alle Gesellschaften müssten darüber nachdenken, die Ergonomie auf dem immer dünner gewordenen Gestühl zu verbessern.

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