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Land Rover Defender : Vorwärtsverteidiger

Der neue Defender sieht vielen Anhängern des Traditionsmobils zu normal aus. Bild: Hersteller

Kann man mit einem Auto glücklich werden, das mit seinem kultigen Vorgänger nur noch den Namen gemein hat? Der neue Land Rover Defender beeindruckt. Aber erreicht er auch die Fangemeinde des Urgesteins?

          6 Min.

          Kaum siebzig Jahre lang gebaut, schon muss ein neues Modell her. Die Hektik legt Land Rover nicht freiwillig an den Tag, kleinliche Gesetzgeber meinen, mit blechernen Löwenbändigern solle man nicht länger auf Europas Straßen umherfahren dürfen. Plötzlich werden Dinge wie Unfallschutz und Umweltschutz wichtig, dabei kam es doch stets darauf an, jedem Sandloch entkommen und jeder Giraffe nachstellen zu können. Alle Nostalgie hilft nichts, es muss ein neuer Defender her, auch damit er künftig in Nordamerika und China zugelassen werden kann, was mit dem alten nicht möglich war.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Land Rover also hat sich auf Spurensuche begeben und Orientierung gefunden zwischen Scarpa-Schuhen, Rugby und dem Stealth-Tarnkappenbomber, mithin Dingen, die nicht alle zehn Jahre durch irgendeine kurzatmige modische Linie erneuert werden. „Wir produzieren keine Massenware, sondern Dinge, in die sich die Menschen verlieben“, sagt der Designchef, und heraus kommt ein neuer Defender, also Verteidiger, der noch besser auf den Boulevard als in die Savanne passt. Gemach, rufen die offiziellen Bewahrer des Rustikalen, es gibt auch eine Cargo-Variante, den Defender für den harten Mann mithin. Haltbarkeit und den Mythos des Unzerstörbaren sollen sie beide ausdrücken, besser gesagt die ganze Familie, denn es wird verschiedene Varianten von pur bis aufgedreht geben und natürlich wieder mindestens zwei Längen.

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