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Kleinwagen Sandero : Dacias frische Discountware

  • -Aktualisiert am

Der Kleinwagen Sandero startet von Januar an wieder als Preisbrecher bei unveränderten 6890 Euro. Bild: Dacia

Neuer Preisbrecher von Dacia: Ab Januar kommt der Kleinwagen Sandero für unveränderte 6890 Euro. Für ein paar Euro mehr gibt es den Stepway mit erhöhter Bodenfreiheit und Kunststoffbeplankung.

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          Seit dem Eintritt in den deutschen Markt vor zwölf Jahren lockt Dacia mit durchweg günstigen Preisen. Und das erfolgreich: Bisher wurden hierzulande mehr als 455.000 Dacias verkauft, auf der Welt sind es mehr als vier Millionen Fahrzeuge. Auch nach der jüngsten Modellpflege verfolgt die rumänische Renault-Tochtergesellschaft die Strategie, in allen von ihr besetzten Segmenten den jeweils günstigsten Neuwagen anzubieten.

          So starten der Kleinwagen Sandero und der Kompaktkombi Logan MCV von Januar an wieder als Preisbrecher bei unveränderten 6890 Euro und 7990 Euro. Der Sandero Stepway, der mit erhöhter Bodenfreiheit und Kunststoffbeplankung, aber ausschließlich mit Frontantrieb antritt, wurde mit 9890 Euro in der Basisversion um 300 Euro teurer, dafür ist das Radio serienmäßig an Bord.

          Optisch orientieren sich die drei Modelle mit breiter geschnittenem Kühlergrill in Wabenstruktur und neu gestalteten Front- und Heckscheinwerfern stärker am erfolgreichen Duster. Bilderstrecke

          Optisch orientieren sich die drei Modelle mit breiter geschnittenem Kühlergrill in Wabenstruktur und neu gestalteten Front- und Heckscheinwerfern stärker am erfolgreichen Duster, dessen Einstiegspreis von 10 690 Euro ebenfalls nicht angehoben wird. Sandero und Logan MCV erhalten zudem einen neu entwickelten Basismotor, der innerhalb der Renault-Gruppe zunächst ausschließlich bei Dacia eingesetzt wird. Der 73 PS starke Einliter-Dreizylinder-Benziner ohne Turbounterstützung stemmt maximal 97 Nm bei 3500/min auf die Kurbelwelle und ersetzt den bisherigen 1,2-Liter-Vierzylinder-Otto mit gleicher Leistung. Das um 20 Kilogramm leichtere Aggregat soll sich im Kraftstoffverbrauch um zehn Prozent genügsamer geben. Nach einer ersten Ausfahrt im 4,06 Meter langen Sandero mit dem neuen Motor verzeichnete der Bordcomputer einen Verbrauch von 5,4 Liter auf 100 Kilometer, das liegt nah am Normwert von 5,2 Liter (117 g CO2/km).

          Akustisch zwar eindeutig als Dreizylinder vernehmbar, wird der Motor aber nie nervend laut, obwohl Dacia kein Geld in aufwendige Maßnahmen zur Geräuschdämmung gesteckt hat. Wer sich fleißig durch das manuelle Fünfganggetriebe schaltet, ist mit dem rund 1000 Kilogramm wiegenden Fronttriebler soweit flott unterwegs. Freilich dauert der Sprint von 0 auf 100 km/h mit 14,5 Sekunden eher lang, und mehr als maximal 162 km/h sind nicht drin. Für die Stadt und deren Umfeld reichen die Fahrleistungen des komfortabel abgestimmten Viertürers allemal. Dacias Strategen erwarten, dass sich rund die Hälfte aller Sandero-Kunden künftig für den neuen Benziner entscheiden werden, im Stepway wird der Dreizylinder nicht angeboten.

          Das dezente Facelift umfasst auch einige Änderungen im Innenraum. Es gibt neue Polster und satinierte Chromeinfassungen, im Handschuhfach brennt jetzt Licht, und die Schalter für die elektrischen Fensterheber sind griffbereit in den Türen statt wie bisher in der Mittelkonsole untergebracht. Mit der in Verbindung mit dem 180 Euro teuren Navigationssystem erstmals erhältlichen Rückfahrkamera (150 Euro Aufpreis) erfülle man einen ausdrücklichen Kundenwunsch, heißt es von Dacia. Abstriche müssen jedoch in der Sicherheitsausstattung gemacht werden. Airbags für die Fondpassagiere oder ein Notbremsassistent sind auch gegen Aufpreis nicht erhältlich.

          Zwar profitiert der aktuelle Duster nicht mehr von der Modellpflege, weil die zweite Generation des kompakten SUV schon für Ende 2017 eingeplant ist. Trotzdem darf er sich im Frühjahr nächsten Jahres als erstes Fahrzeug aus der Dacia-Familie mit einer Automatik schmücken. In Kombination mit dem 109 PS starken 1,5-Liter-Turbodiesel kann statt des serienmäßigen Sechsgang-Handschalters ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Dies allerdings nur in Verbindung mit Frontantrieb, für den sich den Angaben zufolge rund drei von vier Duster-Kunden bisher entschieden haben. Das aus den Renault-Modellen Mégane und Scénic bekannte, unauffällig und ruckfrei schaltende Getriebe kostet im Duster 1200 Euro Aufpreis.

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