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Probefahrt Renault Kangoo : Kiste, Kasten, Kangoo

Bild: Renault

Wer Kinder hat oder Gartenabfälle wegbringen muss, Fahrräder transportiert oder Ikea-Regale, für den gibt es Autos wie den Kangoo. Jetzt neu mit VW-Gesicht.

          1 Min.

          Kangoo fährt, wer sich nicht um sein Image schert. Oder wer Kinder hat. Oder jeden Samstag Gartenabfälle wegbringen muss. Oder Fahrräder transportieren möchte. Oder Ikea-Regale zusammenbaut. Vier Millionen solcher Menschen hat Renault seit 1997 als Kunden gefunden, das ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte des Klassenlosen. Der Kangoo ist längst nicht allein auf dem Markt, auch Citroën zieht mit seinem Berlingo viele am Praktischen Orientierte in seinen Bann, und, um nur einen weiteren der zahlreichen Konkurrenten zu nennen, VW mischt mit dem Caddy mit. Ja, der Caddy. Der scheint Pate gestanden zu haben für die nun jüngste Generation Kangoo. Die beiden sehen einander verflixt ähnlich. Was wir bedauern.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Den Renault hat stets eine gewisse Knuddeligkeit ausgezeichnet, außer in der letzten adipösen Generation. Damit ist es vorbei, der neue möchte ernster genommen werden, und ihm gelingt ein Kunststück. Er sieht nämlich kleiner aus als der Vorgänger, ist aber gewachsen. 4,49 Meter sind eine stolze Länge, 1,92 Meter eine ziemliche Breitseite. Hinein passen folglich drei Kinder hinten und jede Menge Gepäck, gern auch Latten bis zu 2,70 Meter Länge. In der für Post und Pizza gedachten Cargo-Variante fehlt gar die B-Säule an der rechten Schiebetür, wodurch sich Kisten im XL-Format oder Säcke mühelos ein- und ausladen lassen.

          Die Version für Normalverbraucher hat zwei Schiebetüren, ein moderneres, nicht übermodernes Cockpit, die übliche hohe Sitzposition mit eingebautem Überblick und LED-Scheinwerfer zwecks freundlicher Erhellung. Das große Ablagefach über Fahrer und Beifahrer ist wie gewohnt an Bord, dazu gibt es sechs Airbags für die Sicherheit und eine stabile Dachreling. Eine Klimaautomatik kann bestellt werden, es fährt ein gewisser Luxus mit an der Basis des Transports. Für den sind Vierzylinder zuständig, ein so weit leise und ausreichend lebendig arbeitender Benziner mit 1,3 Liter Hubraum und 102 oder 130 PS sowie ein 1,5-Liter-Diesel mit 95 PS. Alle haben Sechsgang-Handschalter.

          Im nächsten Jahr soll eine vollelek­trische Version folgen. Das Fahrwerk ist unaufgeregt abgestimmt, es passt zum Einsatzgedanken. Zur jetzt stattfindenden Markteinführung werden selbstbewusste 23. 800 Euro für den kleinen Benziner und 26 .300 Euro für den Diesel aufgerufen, günstigere Varianten folgen.

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