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Infotainment im Kia Sportage : Die neue Größe macht sich breit

Markanter Auftritt: Der Kia Sportage in der fünften Generation mit reichhaltiger Serienausstattung. Leider ist der Spurhalteassistent ein Quälgeist. Bild: Hersteller

Das Infotainment des Kia Sportage kommt mit Panoramabildschirm und hochwertiger Ausstattung. Online-Anbindung mit Echtzeitverkehrsinformationen gehören auch dazu.

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          Darüber staunten die Mitfahrer am meisten: Der neue Kia Sportage hat in der fünften Generation ein gebogenes Panoramadisplay, dessen üppige ­Breite an das MBUX-System von Mercedes-Benz erinnert. Die Anzeige besteht aus zwei miteinander ver­bundenen Bildschirmen. Der linke mit einer Diagonale von 12,3 Zoll zeigt vor dem Lenkrad das digitale Cockpit mit analog nachgebildeten Rund­instrumenten sowie zusätzlichen Informationen zwischen virtuellem Tachometer und Drehzahlmesser. Wie in anderen Kia-Modellen wird auch hier nach dem Setzen des Blinkers das Bild von Kameras in den Außenspiegeln wiedergegeben. Sie zeigen leicht nach unten, sodass man nicht nur in engen Einfahrten bes­ser rangieren kann, sondern an der Ampel sieht, was sich im toten Winkel befindet.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das rechte Display ist berührungsempfindlich, misst ebenfalls 12,3 Zoll und dient der Bedienung des Infotainments. Hier ist stets der Einsatz des Fingers gefragt. Vom Hauptmenü ausgehend kommt man in 12 Untermenüs, die mit lilafarbenen Symbolen visualisiert sind.

          Unterhalb des Monitors hat Kia eine Neuheit platziert: eine Sensorleiste mit zwei Drehstellern. Ihre Funktionalität lässt sich umschalten. Entweder ist sie für die Einstellungen der Klimaanlage zuständig, oder sie dient als zusätzliches Bedienelement für das Infotainment. Einen überzeugenden Pluspunkt sahen wir darin nicht, denn die Belegung zu wechseln ist stets ein zusätzlicher Bedienschritt. Wer den Sportage in der günstigsten Modellvariante „Edition 7“ bestellt, erhält nur einen kleinen Bordmonitor und muss auf die Navigation verzichten. Dann können allerdings Apple Carplay und Android Auto einspringen. Von der Modellreihe „Vision“ an gibt es den großen Monitor serienmäßig, und die Kartennavigation ist ebenso dabei wie eine Online-Anbindung mit Echtzeitverkehrsinformationen, der Suche nach Parkmöglichkeiten, Anzeige von Kraftstoffpreisen und die Steuerung von Fahrzeugfunktionen über die Smartphone-App von Kia. Das Navi arbeitet präzise und schnell, die Ansagen kommen bisweilen jedoch zu häufig und vor allem des Öfteren als Abbiegekommando, wo man nur der Straße folgen muss. Stauinformationen lassen sich über die Straßenkarte einblenden.

          Wuchtig: Kia Sportage mit gebogenem Display und Apple Carplay
          Wuchtig: Kia Sportage mit gebogenem Display und Apple Carplay : Bild: Hersteller

          Die Sprachsteuerung von Kia kann dank Internetanbindung sogar ­komplizierte Anfragen erkennen und entsprechend umsetzen. Das sorgt zum Beispiel dafür, dass man nicht nur feste Formulierungen verwenden, sondern in Alltagssprache mit der virtuellen Dame reden kann. Sie beantwortet zudem auch allgemeinere Fragen, etwa nach dem Wetter in einer be­stimmten Stadt.

          Uns begeisterte, wie zielsicher Ort und Straße als Navi-Ziel übernommen wurden. Wo andere Anlagen eine Liste mit Rückfragen einblenden, lag der Assistent im Kia meist sofort richtig. Bei anderen Ge­legenheiten war der elektronische Helfer allerdings unbrauchbar: „Bitte lauter sprechen, bitte langsamer ­sprechen, zu laute Hintergrund­geräusche“, hieß es. Mit diesen Fehlermeldungen endete die Spracherkennung.

          Das Problem ist hinlänglich bekannt und ebenso ärgerlich wie der Spurhalteassistent, der nicht mehr nur warnt, sondern mit seiner aufdringlichen Akustik geradezu quält. Er ist nicht permanent abschaltbar. Nach dem Motor-Aus ist er wieder da. Insgesamt aber bietet Kia für den neuen Sportage viel Ausstattung ab Werk, sofern man zu einer gehobenen Modellvariante greift. Aufpreispflichtig ist nur ein Premium-Soundpaket von Harman Kardon mit acht Lautsprechern und Subwoofer für 590 Euro.

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