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Kia e-Niro : Noch einer, der elektrisiert

Der Kia e-Niro kann schon bestellt werden. Bild: Hersteller

Der neue Kia kommt im Kleid des Niro, der bisher als Hybrid- und Plug-in-Fahrzeug angeboten wird. Ab April kommt er von 30.000 Euro an zu den Händlern.

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          So langsam kommen sie, die Elektroautos: Der Kia e-Niro kann schon bestellt werden, erreicht am 6. April 2019 die Händler und kostet, die Prämie eingerechnet, weniger als 30.000 Euro. Dafür gibt es ein immerhin 4,38 Meter langes frontgetriebenes SUV mit einem Kofferraumvolumen von 451 Litern, 100 kW Leistung (136 PS) und einer Reichweite von 290 Kilometern. Wer sich für die 150-kW-Variante entscheidet, bekommt nicht nur mehr Leistung, sondern auch eine große Batterie mit 64 statt 39,2 kWh und eine Reichweite von 455 Kilometern – nach dem neuen WLTP-Zyklus.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Preis steigt um rund 4000 Euro. Aber selbst mit der besten Ausstattung als Spirit kostet der elektrische Niro nur knapp mehr als 40.000 Euro, wenn man den Umweltbonus von 4380 Euro abzieht. Die deutschen Angebote für den neuen, rein elektrischen Automarkt von Daimler, Porsche und Audi sind zugegeben eine Nummer größer, kosten aber so wie der Jaguar I-Pace mindestens 80 000 Euro und weit darüber hinaus.

          Der neue Kia kommt im Kleid des Niro, der bisher als Hybrid- und Plug-in-Fahrzeug angeboten wird und in diesem Jahr in Europa knapp 50.000 Mal verkauft worden ist. Die Technik unter dem Blechkleid teilt er sich mit dem elektrischen Hyundai Kona, der aber wiederum eine Nummer kleiner ist. Kia gehört zum koreanischen Hyundai-Konzern, gebaut werden Niro und Kona in separaten Fabriken auf der Halbinsel. Die Batterie ist flüssigkeitsgekühlt, sitzt im Wagenboden und nimmt so keinen Platz weg und lässt sich in einer Dreiviertelstunde an einer Schnellladestation wieder auffüllen (von 20 Prozent bis 80 Prozent Ladezustand).

          Die Batterie ist flüssigkeitsgekühlt, sitzt im Wagenboden. Bilderstrecke

          Der gleiche Vorgang dauert an einer Wallbox zu-Hause knapp sechs Stunden. Ein leerer Akku sollte an einer Wallbox in gut acht Stunden wieder fit sein. Hängt der Niro am Netz, kann er vortemperiert werden, die Ladezeiten lassen sich ebenfalls programmieren. Daran, dass dies mit einer App überwacht werden kann, arbeitet Kia noch.

          Beide Leistungsstufen bieten stattliche 395 Newtonmeter Drehmoment. Der 150-kW-Niro spurtet in 7,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, die schwächere Variante braucht zwei Sekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeit ist jeweils auf knapp 170 oder 160 km/h begrenzt. Stolz ist Kia auf den niedrigen Durchschnittsverbrauch von nur 15,9 kWh auf 100 Kilometer. Im Stadtverkehr, wo ein Elektroauto durch das ständige Rekuperieren Vorteile genießt, sind nach dem WLTP-City-Zyklus sogar 615 Kilometer Reichweite drin.

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