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Kanda von Coboc : Urbaner Chic sportlich hart

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Das Kanda spiegelt den Trend zum Leichtbau wider. Bild: Pardey

Das Kanda von Coboc ist ein minimalistisches Pedelec. Das urbane Damenrad ist allerdings mehr als ein Singlespeed mit Motor.

          Die Dame sah ausgesprochen glücklich aus mit ihrem Elektrorad, einem Kanda von Coboc. Im Gespräch sagte sie schließlich, als erkläre dies all ihre Begeisterung: „Heben Sie es doch mal an!“ Das kann tatsächlich verblüffen. Knapp 16 Kilogramm sind für ein Pedelec ein Traumgewicht – nicht wenige bringen an die zehn Kilo mehr auf die Waage.

          In der Nähe des Heidelberger Hauptbahnhofs wird bei Coboc gerade an einem neuen Modell gearbeitet, das noch etliche Hausnummern leichter sein wird. Unauffällige Motorisierung und ein vergleichsweise geringes Gewicht gehören zum Markenkern des kleinen Unternehmens, das seit gerade sieben Jahren existiert. Nach mehreren Jahren der Entwicklung startete Coboc 2014 mit den ersten hundert Exemplaren des E-Cycle, hat seitdem die Modellpalette erweitert und Jahr für Jahr die Stückzahlen verdoppelt.

          Das rund 4600 Euro teure Modell Kanda – Coboc benennt die Räder gern nach Stadtteilen von Metropolen, hier handelt es sich um Tokio – ist als Abkömmling des ursprünglichen E-Cycle klar zu erkennen. An dem urbanen Damenrad erscheint der ursprüngliche Ansatz eines Singlespeeds mit Motor aber um etliche praktische Details für den Alltag der Radlerin angereichert. Der elfenbeinweiß lackierte Rahmen erniedrigt das Oberrohr mit einem sachten Schwung und endet hinten in einem schmalen Gepäckträger: Zwei dünne Rohrbögen folgen beiderseits der Rundung des Hinterrads und sind fester Bestandteil des Aluminiumrahmens.

          Vorn steckt in ihm eine Karbongabel. War dem Diamantrahmen des E-Cycle die Härte seiner Bahnrad-Geometrie sofort anzusehen, wirkt das Kanda gemäßigter. Man darf sich nicht täuschen lassen: Auch dieses Modell ist nichts für jemand, der sich eine windelweiche Sänfte wünscht. Der Fahreindruck: sportlich, sportlich.

          Das Unterrohr nimmt einen fest verbauten 352-Wattstunden-Akku und die Steuerelektronik auf. Der 250-Watt-Nabenmotor kommt von Bafang aus China und sitzt kaum dicker als eine bessere deutsche Schaltnabe im Hinterrad. Anders als bei den Heidelberger Ein-Gang-Modellen gesellt sich dazu eine 7-Gang-Kettenschaltung von Sram – mehr als ausreichend. Für die Verzögerung sorgen Scheibenbremsen von Tektro. Die Alltagsausrüstung wird komplettiert von einer tadellosen Beleuchtungsanlage (Scheinwerfer Supernova) mit einem elegant in den Rahmen integrierten Rücklicht. Wie wirksam die schicken, superschmalen Schutzbleche in Zeiten des Starkregens wirklich sind, müsste sich erst noch zeigen.

          Die Bedienung ist so modern wie minimalistisch: Es gibt kein Cockpit, es sei denn, man lädt sich eins auf sein Smartphone. Ein Knopfdruck unter dem Rahmenrohr genügt, um das Pedelec einzuschalten. Leuchtdioden zeigen den Betriebszustand an. Die Motorunterstützung bis 25 km/h lässt sich vom Smartphone aus via Bluetooth regeln. Coboc gibt die Reichweite mit bis zu 80 Kilometer an und die Ladezeit der Akkus mit zwei Stunden.

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