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Jeep Compass : Was ein anderes Outfit doch ausmacht

  • -Aktualisiert am

Eigens für den europäischen Markt hat Jeep das konventionelle Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und Multilink-Hinterachse angepasst Bild: Schinhofen

Jeep hat gleich zwei seiner Fahrzeuge neu vorgestellt: Den überarbeiteten Compass und den Grand Cherokee mit Dieselmotor. Beide Autos sollen nun den gestiegenen Ansprüchen sowohl der neuen Hausherren als auch der Kunden genügen.

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          Der Jeep Compass, das kompakte Einstiegsmodell des Geländewagenpioniers, fährt von Mai an mit einer neuen Frontpartie im Stil des großen Grand Cherokee, einem höherwertigen Interieur sowie zeitgemäßen Common-Rail-Dieselmotoren in seine zweite Lebensphase. Dazu kommt, den Anforderungen des Marktes folgend, eine Version mit Frontantrieb.

          Im Innenraum entsprechen geänderte Türverkleidungen, weichere Kunststoffoberflächen sowie eine verbesserte Verarbeitungsqualität den gestiegenen Ansprüchen sowohl der neuen Hausherren aus Turin (Fiat) als auch der Kunden, schließlich trifft der „kleine“ Jeep in Europa im Segment der kompakten SUV auf Konkurrenten wie VW Tiguan, Ford Kuga oder Land Rover Freelander. Verbesserte Sitze sowie eine umfangreiche Serienausstattung sind weitere Kennzeichen der Repositionierung.

          Neu im Motorenportfolio ist ein Zwei-Liter-Vierzylinder mit 115 kW (156 PS) und einem Drehmomentbestwert von 190 Nm. Kombiniert mit dem serienmäßigen Fünfganggetriebe, verbraucht er - nur im Compass mit Frontantrieb lieferbar - nach der Norm 7,6 Liter Super. Darüber rangiert der vom Vorgänger übernommene 2,4-Liter-Vierzylinder mit 125 kW (170 PS) und 220 Nm. Der Allradler konsumiert 8,1 Liter mit der Fünfgangbox, auf Wunsch ist ein stufenloses CVT-Getriebe zu haben. Den bisherigen Zwei-Liter-Diesel aus dem VW-Konzern ersetzt Jeep durch einen 2,2-Liter-Turbodiesel von Mercedes-Benz. Geboten werden 120 kW (163 PS), der Normverbrauch beläuft sich auf 6,1 Liter. Das maximale Drehmoment von 320 Nm zwischen 1400 und 3600/min stellt die Benziner deutlich in den Schatten, Allradantrieb ist obligatorisch. Darunter rangiert eine auf 100 kW (136 PS) bei gleichem Drehmoment gedrosselte Version.

          Straßen-Jeep: Der Compass ist jetzt auch nur mit Frontantrieb zu haben
          Straßen-Jeep: Der Compass ist jetzt auch nur mit Frontantrieb zu haben : Bild: Hersteller

          Deutlich aufgewertet

          Eigens für den europäischen Markt hat Jeep das konventionelle Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und Multilink-Hinterachse durch den Einbau neu abgestimmter Federn und Dämpfer angepasst. Mehrstufig auslösende Airbags, ESP, Traktionskontrolle, elektronische Überschlagsvermeidung, ABS und Isofix zählen zu den wichtigsten Elementen einer umfangreichen Sicherheitsausrüstung. Die Preisspanne für den deutlich aufgewerteten Jeep Compass reicht von 25.200 Euro für das frontgetriebene Einstiegsmodell Sport mit Ottomotor über den ebenfalls mit Frontantrieb bestückten Compass Sport mit dem 2,2-Liter-Dieselmotor (100 kW) für 27.300 Euro bis zum Jeep Compass Limited 4×4 für 31.800 Euro.

          Bei dem ebenfalls überarbeiteten Jeep Grand Cherokee ist von Mai an ein neu entwickelter Dieselmotor mit drei Liter Hubraum im Programm. Das von der Fiat-Tochter VM konstruierte Triebwerk erfüllt die Abgasnorm Euro 5, bietet mit vier Ventilen je Zylinder, vier kettengetriebenen, oben liegenden Nockenwellen sowie einer Common-Rail-Hochdruckeinspritzung (1800 bar) modernste Technik auf. Es leistet 177 kW (241 PS) und stellt zwischen 1800 und 2800/min ein maximales Drehmoment von 550 Nm bereit. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 191 km/h. Für die europäischen Märkte ist noch eine leistungsreduzierte Version (140 kW/190 PS, 440 Nm) im Angebot. Der Normverbrauch beträgt jeweils 8,3 Liter, eine Fünf-Stufen-Automatik mit Overdrive ist serienmäßig.

          Bei ersten Probefahrten hinterließ der neue Motor, den wir künftig auch in anderen Konzernmodellen finden werden, mit seinem kräftigen Antritt schon aus niedrigen Drehzahlen und seiner dezenten Akustik ein positiven Eindruck. Der Diesel-Cherokee kostet in der Basisversion 42.300 Euro. Die stärkere Variante gibt es als Limited für 48.850 Euro oder in der Topversion Overland für 57.650 Euro.

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