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Infotainment im Seat Tarraco : Fleißiges Fingermalen

Fingertip, Drehrad und Gesten steuern die Anzeige. Bild: Hersteller

Ein gutes Infotainment gehört im Seat Tarraco zur Serienausstattung. Das hochwertige Navi gibt es gegen Aufpreis.

          2 Min.

          Für den neuen Tarraco hat Seat das ältere Navigationssystem Plus leicht verbessert. Der Monitor sitzt starr vor dem Armaturenbrett, misst acht Zoll in der Diagonale, und interessanterweise kommt eine Mischung aus berührungsempfindlicher Anzeige, Fingerbedienung und Gestensteuerung zum Einsatz. Zwei physische Drehsteller links und rechts sorgen dafür, dass man nicht alles mit dem Finger erledigen muss.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Navi Plus steht für moderate 1140 Euro in der Aufpreisliste und bringt einen CD- und DVD-Spieler im Handschuhfach mit, ferner eine eigene 10-Gigabyte-Festplatte als Musikspeicher, USB-Anschlüsse, acht Lautsprecher sowie eine Sprachsteuerung. Die jeweiligen Hauptmenüs sind als virtuelle Tasten links und rechts eingeblendet, ferner dienen auch die vier Ecken des Monitors als Anlaufstellen für den Finger.

          Das System erkennt sodann die Annäherung der Hand und blendet automatisch Kontextmenüs ein, das gefällt. Neu ist die Gestensteuerung. Wenn sie zur Verfügung steht, wird das Symbol einer Hand auf dem Monitor eingeblendet, und man kann mit Wischbewegungen vor dem Bildschirm wedeln. Das funktioniert nur für vertikal angeordnete Menüs, die horizontalen bleiben außen vor. Wie im Volkswagen muss sich die Hand auf einer bestimmten Höhe befinden, und das Ganze ist eher unpraktisch.

          Seat Tarraco
          Seat Tarraco : Bild: Hersteller

          Eine Verkehrszeichenerkennung lässt sich zusammen mit Stau- und Notfallassistent für 205 Euro dazubuchen. Bedienung, Ausstattung und Funktionalität der Anlage überzeugen. Mit einer Ausnahme: Es gibt keine Echtzeit-Verkehrsinformationen, sondern nur die Infos des Gratiskanals TMC. Wer die Online-Anbindung in der Hoffnung aktiviert, dann würden auch bessere Verkehrsdaten ins Fahrzeug fließen, wird enttäuscht. Ist das Smartphone nicht nur mit Bluetooth, sondern zusätzlich mit W-Lan angebunden, ändert sich an der Güte der Stauinfos leider nichts, lediglich Musik-Streaming via W-Lan kommt hinzu.

          Beeindruckend ist die Darstellung der Top-View-Kamera (für 575 Euro), die aus mehreren optischen Einheiten eine Gesamtschau auf das Fahrzeug von oben bietet. Das ist nicht nur praktisch beim Einparken in enge Stellplätze. Sparfüchse mögen überlegen, ob sie nicht schon mit der Infotainment-Serienausstattung zum Ziel kommen. Denn ein 8-Zoll-Monitor mit kleinem Audiosystem, Bluetooth-Freisprecher und Unterstützung von Android Auto sowie Apple Carplay ist schon in der kleinsten Modellvariante namens Style mit an Bord. Auch das digitale Cockpitinstrument mit unterschiedlichen Ansichtsmodi fährt stets im Tarraco mit, und es ist jetzt möglich, die Navi-Karte auf beiden Anzeigen gleichzeitig einzublenden. Ein Head-up-Display ist für den Seat indes nicht lieferbar.

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