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Infotainment im Mitsubishi ASX : Die süße Qual der Navi-Wahl

Alle Versionen außer Basis haben entweder eine Tomtom-Lösung oder ein Smartphone-System mit Apple Carplay und Android Auto an Bord. Bild: Hersteller

Das Infotainment im Mitsubishi ASX hat einige Tücken. Der Tomtom-Kopilot ist gut, aber die Spracherkennung ist sperrig.

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          Ein Navi ist fast immer an Bord, gegebenenfalls sogar zwei. Wer sich für den neuen Mitsubishi ASX entscheidet, obwohl das Unternehmen angekündigt hat, keine weiteren neuen Modelle nach Europa zu bringen, muss nur in der günstigsten Ausstattungsvariante namens „Basis“ auf den Kopiloten verzichten. Für alle weiteren Versionen des Kompakt-SUV ist entweder eine Tomtom-Lösung oder ein Smartphone-System mit Apple Carplay und Android Auto an Bord – oder gar das Top-Produkt mit beidem. Es hat die sperrige Bezeichnung „Smartphone Link Display Audio inklusive Navigationssystem“.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Dieses haben wir erprobt. Die Anlage sieht eher schlicht aus, besteht aus einem berührungsempfindlichen Monitor und hat zur Bedienung zwei Drehsteller sowie vier Schaltflächen an der Unterseite. Der Touchscreen ist im Vergleich mit dem Vorgängermodell im alten ASX etwas größer geworden, er misst nun acht statt sieben Zoll in der Diagonale.

          Das Hauptmenü führt in sechs Untermenüs, die mit großen Kacheln angezeigt werden. Hinsichtlich der Ausstattung herrscht Sparsamkeit vor, Navigation, Telefonie, Medienwiedergabe stehen im Vordergrund; immerhin ist ein Tuner für Digitalradio eingebaut. Eine Spracherkennung ist zwar vorhanden, aber es gelang uns nicht, damit auch nur ein einziges Navi-Ziel einzugeben. Auch stört die unangemessen lange Zeit, bis die Anlage hochgefahren ist und Eingaben entgegennimmt. Telefonieren über den Bluetooth-Freisprecher war kein Vergnügen. Nach etlichen enttäuschenden Versuchen nahmen wir doch wieder die Ohrhörer für einen dann deutlich besseren Klang. Das Tomtom-Navi ist indes der Pluspunkt der Anlage. Mit seiner Schnellsuche werden die Ziele schon nach wenigen Buchstaben angezeigt, und die Führung unterwegs gefällt mit klaren Ansagen und schöner Optik. Viele Details lassen sich individuell einstellen, mit Mehrfingergesten lässt sich flink der Kartenausschnitt ändern, und hier ist es sogar möglich, mit einem Fingertipp auf der Karte das Ziel zu setzen.

          Der neue Mitsubishi ASX
          Der neue Mitsubishi ASX : Bild: Hersteller

          Echtzeit-Verkehrsinformationen gelangen nur ins Fahrzeug, wenn man auf dem Smartphone die App „Smartphone Link Display Audio Real Time Traffic“ installiert und das Gerät per Bluetooth anbindet. Anschließend sind Verkehrsstörungen in der Karte angezeigt, und ein Menüband rechts visualisiert die Zeitverzögerung durch Stauungen.

          So gesehen, kommt man mit Tomtom gut und sicher zum Ziel. Die schöne Alternative sind Apple Carplay und Android Auto, die beide jeweils nur mit dem per USB-Kabel angebundenen Smartphone funktionieren und neben der Navigation, Medienwiedergabe und Sprachbedienung auch noch etliche Apps bereithalten sowie die Möglichkeit, sich Nachrichten vorlesen zu lassen. Eine induktive Ladeschale und ein Head-up-Display sind für den im Herbst vergangenen Jahres überarbeiteten ASX nicht zu haben.

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