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Infotainment im Mercedes GLS : Mbux fährt offroad

Das neue Infotainment zeigt unter anderem die Längs- und Querneigung. Bild: Daimler AG

Wenn der große GLS von Mercedes-Benz ins Gelände geht, hat das Infotainment die passenden Spezialfunktionen an Bord: Neben Hinweisen zur Längs- und Querneigung gibt es sogar einen virtuellen Blick durch die Motorhaube auf die vorausliegende Strecke.

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          Der Mercedes-Benz GLS will die S-Klasse unter den SUV sein, und das stimmt zumindest für die 5,20 Meter Fahrzeuglänge. Ob die Innenraumausstattung und das von uns geprüfte Mbux-Infotainment ebenfalls auf dem Niveau der Oberklasse liegen, das muss sich noch zeigen. Man wird verwöhnt, wenn man das Energizing-Paket Plus für 850 bis 3500 Euro bestellt. Damit werden nicht nur die Sitze in kalten Zeiten beheizt oder im Sommer belüftet, sondern auch die umgebenden Seitenflächen, wie etwa die Armauflage. Im Preis enthalten ist eine Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer, zudem gibt es eine Beduftung und Reinigung der Luft.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Einer der Vorteile des Mbux-Systems besteht darin, dass es mit seinem modularen Aufbau solche Extras nahezu reibungslos in das Menü integriert und die Funktionen auf beiden Bildschirmen anzeigt. Neben dem Bordmonitor ist dies das digitale Cockpit mit üppigem 12,3-Zoll-Display vor dem Lenkrad. Mbux gehört größtenteils zur Serienausstattung des GLS. Die Navigation, das Mobilfunk-LTE-Modul mit zwei Antennen und Sim-Karte sind dabei, ebenso Android Auto und Apple Carplay. Aufpreispflichtig ist indes Augmented Reality für die Navigation, bei der grafische Navigationshinweise über das Realbild der Umgebung eingeblendet werden.

          Auch das empfehlenswerte Head-up-Display mit einer riesigen Darstellung kostet 1260 Euro Aufpreis. Die Vorzüge von Mbux hatten wir hier schon mehrfach geschildert: Man kommt stets auf vielen Wegen zum Ziel, kann mit dem Finger auf die Anzeige tippen oder mit selbigem auf einem Touchpad in der Mittelkonsole Menüs und Funktionen auswählen. Oder man nimmt die hervorragende Sprachsteuerung.

          Der wuchtige GLS von Mercedes-Benz
          Der wuchtige GLS von Mercedes-Benz : Bild: Daimler AG

          Sie wurde für den GLS weiterentwickelt, so gibt es nun eine sitzplatzbezogene Erkennung, damit die Assistentin die Befehle desjenigen beantwortet, der das System mit „Hey Mercedes“ aktiviert hat. Einzigartig ist die Komplexität der Fragen, die Mbux nunmehr beantworten soll: Man kann jenseits der Fahrzeugbedienung auch Fragen nach Börsenkursen, Sportereignissen und Wissen stellen, was bei uns allerdings in der praktischen Erprobung kaum funktionierte. Die Tendenz ist jedoch klar. Mercedes will einen ähnlichen Weg wie Amazon gehen und erweitert die Funktionalität seines Sprachassistenten. Vermutlich wird man schon bald komplexe Unterhaltungen mit der virtuellen Dame führen und weitere externe Inhalte einbinden können.

          Der GLS bringt zudem mehr als 40 neue Mbux-Funktionen mit. Dazu gehört die Unterstützung von Offroad-Fahrprogrammen und die Möglichkeit, Informationen wie die Längs- und Querneigung des Fahrzeugs und das Fahrzeugniveau im Head-up-Display oder auf dem Bordmonitor zu zeigen. Wie im Range Rover Evoque gibt es einen virtuellen Blick durch die Motorhaube. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lässt sich die entsprechende Kamera einschalten, um auf diese Weise Steine oder Unebenheiten vor dem Wagen zu erkennen.

          Die Fahrt durch die Waschstraße ist eine weitere Einstellung.
          Die Fahrt durch die Waschstraße ist eine weitere Einstellung. : Bild: Daimler AG

          Neu ist auch die Fahrersitzanpassung, die nach Angabe der Größe den Sitz automatisch in eine passende Position bewegt. Bei den Online-Diensten kommt „Bürofunktion im Auto“ hinzu. Damit kann man Termine anzeigen und als Navigationsziel übernehmen, sich automatisch in Telefonkonferenzen einwählen und Aufgaben anzeigen. Einen Teil dieser Dienste gab es allerdings schon in der C-Klasse und im GLC.

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