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Infotainment von Lexus im Test : Zauberhafte Zeiger

Das weitgehend digitale Cockpit Bild: Hersteller

Das neue Infotainment von Lexus im LS 500 kommt mit mechanisch wirkenden Instrumenten. Das Navi scheint etwas älter zu sein.

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          Man achte auf die Details, und von denen hat der in der Oberklasse fahrende Lexus LS 500 jede Menge aufzuweisen. Etwa japanisches Kiriko-Glas in der Türverkleidung, das je nach Lichteinfall und Blickrichtung sein Aussehen ändert. Die Nähte der Sitzbezüge wirken besonders fein, und natürlich gibt es auch hochwertige Holzapplikationen statt Kunststoff. Uns hat es vor allem ein Detail angetan, das einzigartig wirkt: Dazu werfe man einen Blick auf das digitale Cockpit hinter dem Lenkrad. Was hier gezeigt wird, lässt sich konfigurieren. Und wenn man dazu die entsprechende Lenkradtaste drückt, schiebt sich der Kreis in der Mitte zur Seite. Scheinbar mechanisch, von einem leisen Surren begleitet. Es könnte aber auch eine rein elektronische Animation sein, man staunt und rätselt.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir haben das Infotainment im LS 500 ausprobiert, das weitgehend auf dem riesigen, 12,3 Zoll in der Diagonale messenden Monitor spielt. Zur Bedienung setzt der Hersteller nunmehr auf ein neues System, das sich vom bisherigen Lexus Remote Touch mit Trackpoint deutlich unterscheidet. Steuerte man bislang den Mauszeiger mit dem Finger auf einem Bedienelement, setzt der LS 500 auf ein berührungsempfindliches, viereckiges Touchpad, das unterhalb des Wählhebels für das Automatikgetriebe liegt.

          Hier dirigiert jetzt der Finger den Cursor auf dem Bildschirm. Das Display wird nicht berührt, die Anzeige bleibt frei von Fingerfett, und man muss sich nicht nach vorn beugen, um mit dem Finger kleine Schaltflächen zu treffen. Obwohl der Cursor auf dem Bildschirm nur von Schaltfläche zu Schaltfläche springen kann, ist die Bedienung jedoch umständlich und langwierig. Immerhin gibt es rund um das Touchpad noch einige Funktionstasten, die helfend zur Seite stehen.

          Lexus LS 500

          Die Inhalte auf dem Bordmonitor lassen sich in mehreren Fenstern anzeigen, etwa Navigation und Audio gleichzeitig. Die Icons für die Untermenüs sind nett gezeichnet, wirken aber altbacken. Vom Hauptmenü aus kann man Navigation, Radio, Medienwiedergabe, Telefon sowie die Einstellungen für das Fahrzeug aufrufen, darunter auch etliche Feineinstellungen der Klimaanlage. Diese hat ebenfalls ein interessantes Detail: Sie misst, wie auch immer, während des Einsteigens die Körpertemperatur des Fahrgastes und passt die Klimatisierung entsprechend an. Wer zum Beispiel nach dem Joggen mit erhitztem Oberkörper den Lexus betritt, bekommt kühle Luft auf die Brust gepustet.

          Das Navi scheint etwas älter zu sein, gefällt aber mit guter Ausstattung und eindeutigen Hinweisen. Die Sprachkommandos könnten allerdings knapper ausfallen. Premium-Verkehrsinformationen gelangen ins Fahrzeug, wenn man ein internetfähiges Smartphone per W-Lan ankoppelt. Auch die Telefonabteilung hat Lexus in den vergangenen Jahren modernisiert. Endlich ist es jetzt möglich, die Kontakte im Telefonbuch nach dem Nachnamen sortiert anzuzeigen, und es gibt die lange vermisste Suchfunktion. Wer das Head-up-Display als Teil der Serienausstattung an Bord hat oder es in anderen Modellvarianten für 1500 Euro ordert, bekommt eine der größten Anzeigen dieser Art, auch das ist ein spektakuläres Detail.

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