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Immer umfangreichere Serienausstattung : Autos werden immer teurer, sie bieten aber mehr als früher

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Früher waren Autos eher kärglich ausgestattet. Dagegen ist heute vieles serienmäßig, was einst Aufgeld kostete.

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          Früher waren Autos eher kärglich ausgestattet. So konnte man in der allerersten Schwacke-Liste vom November 1957 die Zahl der verschiedenen Ausstattungsvarianten noch an einer Hand abzählen. Damals tummelten sich dort solch illustre Zubehöre wie Heizung, Schonbezüge oder Schlafsitze. Im Laufe der Jahre änderte sich nicht nur der Umfang der Extras, sondern auch die Präferenzen der Autofahrer. Waren es mit Beginn der achtziger Jahre vor allem Sicherheitsdetails wie ABS und Airbags, die zunehmend nachgefragt wurden, so kamen mit Beginn der neunziger in verstärktem Maße komfortbetonte Ausstattungen hinzu, die das Fahren erleichtern und angenehmer machen.

          Heute lautet die längst nicht vollständige Liste der Sonderausstattungen, denen die Gunst des Publikums zufliegt, wie folgt: Seiten-, Front- und Kopfairbags, zunehmend Navigationssysteme, CD-Player und recht gut ausgestattete Audiosysteme, und der Siegeszug der Klimaanlage ist bereits zugunsten der Klimaautomatik "gestoppt" worden. Fahrstabilitätselektronik gehört ebenfalls zunehmend zum Wunschumfang eines jeden Autokäufers. Selbst die in Deutschland so lange verschmähte Automatik, die - wenn überhaupt - nur in den oberen Klassen vorstellbar war, findet nun ihren verdienten Weg in die preislich niedrigeren Fahrzeugsegmente.

          Beispiel Opel Astra

          So hat sich auch bei der serienmäßigen Ausstattung der einzelnen Modelle im Laufe der Jahre viel gewandelt. Vergleicht man beispielsweise den neuen Opel Astra, der vergangene Woche auf den deutschen Markt kam, mit seinem Vorgänger aus dem Jahre 1997, so sind die Unterschiede enorm. Zu den vorderen Airbags (Fahrer/Beifahrer) sind inzwischen fürs neue Modell noch die Brust-Becken-Seitenairbags im Frontbereich und die Kopfairbags für die Front- und Fondpassagiere hinzugekommen. Das elektronisch geregelte ABS, das 1997 schon Serie war, ist heute mit der Kurvenbremskontrolle (CBC) und einem Bremsassistenten gekoppelt.

          Auch am Fahrwerk wurde seit damals in Sachen Sicherheit noch einer draufgesetzt. Ein weiteres serienmäßiges Extra ist das elektronische Stabilitätsprogramm "ESP Plus" und eine Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseingriff, die den Wagen in fast allen Situationen beherrschbar machen soll. Außerdem hat der neue Astra bedeutend an Bequemlichkeit gewonnen. So sind die höhen- und längseinstellbare Lenksäule, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorn sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel sowie die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung ohne Aufpreis zu haben, um nur einige Features zu nennen.

          Beispiel VW Golf

          Auch beim neuen Volkswagen Golf ist der serienmäßige Ausstattungsumfang beträchtlich gewachsen. So hatte der Golf III gerade mal zwei Airbags, die jüngste Generation Golf bietet schon acht an der Zahl. Colorglas, Antischlupfregelung, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel und eine Zentralverriegelung gehören heute in dem Kompakten einfach serienmäßig dazu. Volkswagen hat jetzt sogar für alle Modelle eine Klimaanlage in den Serienumfang dazu gepackt. Dies ist allerdings (noch) eine zeitlich begrenzte Aktion bis Ende September 2004.

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