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Automesse in München : Die IAA bröckelt

Am Königsplatz sollte die Showbühne aufgebaut werden. Bild: Archiv

Corona setzt der in neuem Format geplanten Autoausstellung in München zu. Jetzt ist entschieden worden: Die Showbühne am Königsplatz wird nicht aufgebaut.

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          Die Internationale Automobilausstellung IAA in München gerät immer stärker unter Druck. Nicht nur, dass zahlreiche Hersteller abgesagt haben, nun werden auch erste Veranstaltungsformate gestrichen. Der veranstaltende Verband der Automobilindustrie VDA und die Messe München haben in einem der F.A.Z. vorliegenden Schreiben den ausstellenden Herstellern mitgeteilt, dass die Veranstaltungsbühne am Königsplatz nicht aufgebaut wird.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Wegen der pandemiebedingten Restriktionen für kulturelle Veranstaltungen hätten nur wenige Plätze für Zuschauer aufgebaut werden können, heißt es, deswegen sei „schweren Herzens“ entschieden worden, auf die Bühne zu verzichten. Dort sollten Präsentationen von Produkten und Dienstleistungen stattfinden, aber auch Vorträge, Konzerte oder Yoga-Sessions zur morgendlichen Achtsamkeit. Bis zu 5000 Zuschauer sollten Platz finden.

          Am Königsplatz wollen die Autofirmen Ford, Dacia, Polestar und Kia ausstellen. Deren Stände in den sogenannten Open Spaces seien von der Entscheidung nicht betroffen, heißt es in dem Schreiben.

          Die IAA, die nun den Zusatz „Mobility“ trägt und wegen der zahlreichen Fahrrad- und Zubehöranbieter vor Ort von Spöttern schon „Fahrradausstellung mit angeschlossenem Autobereich“ genannt wird, soll vom 6. bis 12. September in München stattfinden. Die Bühne am Königsplatz sollte vom 7. bis 12. September aufgebaut werden. Die Ausstellung ist geteilt, ein Teil findet in den Messehallen statt, ein anderer verteilt quer durch die Stadt. Die IAA war zuvor über Jahrzehnte in Frankfurt ausgetragen worden und soll nun mit dem hybriden Konzept neue Zielgruppen erreichen.

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