https://www.faz.net/-gy9-adnir

Fahrbericht Hyundai Kona E : Willkommen im Club der 400

Dauerläufer: Der Kona Elektro kommt weit mit einer Ladung. Bild: Hersteller

Der elektrische Hyundai Kona erreicht mit einer Batterieladung mehr als 400 Kilometer. Er ist stark und gut ausgestattet, aber klein und nicht billig.

          1 Min.

          Schönheit liegt im Auge des Betrachters, deshalb soll man keine Witze über das Aussehen machen. Also sagen wir, wie es ist: Der elektrische Hyundai Kona wirkt auch nach der jüngsten Überarbeitung, als wären zwei Autos der Länge nach aufgeschnitten und dann so zusammengepappt worden, dass die Beleuchtung von beiden übereinander erhalten bleibt. Befremdlich wie jene Fische mit vier Augen. Das hat was.

          Lukas Weber
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Innen geht es im SUV aus dem Kleinwagensegment mit dem klassenüblichen Platzangebot dagegen solide, aber etwas bieder zu, vor allem, wenn man es mit dem pfiffigen Design des i30 aus dem gleichen Stall vergleicht. Immerhin ist das Armaturenbrett gepolstert, kräftige Drucktasten auf der Mittelkonsole, die nach Alu aussehen, ersetzen den Wählhebel, und es gibt eine reichhaltige Ausstattung: Sitze mit elektrisch verstellbarer Lordosenstütze, Lenkradheizung und sogar ein Head-up-Display aus Plexiglas, das etwas aufgeklebt wirkt, sowie die übliche Schar von Assistenten, der nervigste von ihnen zum Spurhalten lässt sich mit einem Fingerdruck ausschalten.

          Einen anderen haben wir seine Arbeit machen lassen, er erlaubt, im Stau die Zeitung zu lesen, indem er piept, wenn der Vordermann anfährt.

          Wir fuhren die stärkere der zwei Versionen mit 204 PS (150 kW). Bilderstrecke
          Fahrbericht : Hyundai Kona Elektro

          Was zählt, sind die inneren Werte, und davon hat der Kona reichlich. Wir fuhren die stärkere der zwei Versionen mit 204 PS (150 kW) und der großen Batterie mit einem Energiegehalt von 64 kWh. Der Antrieb zieht das 1,8 Tonnen schwere Auto locker von dannen und erfreut den Fahrer mit niedrigem Verbrauch: Wie kamen unter zurückhaltender Fahrweise auf 13,6 kWh und im Schnitt auf knapp 17 (WLTP 14,6), bei Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn waren es 19 kWh, die Anzeige des Bordcomputers untertreibt dabei heftig. Mehr als 400 Kilometer Reichweite sind also in der Praxis möglich.

          Geladen wird über die Haushaltssteckdose, falls das Auto am Wochenende nicht gebraucht wird, an der Wallbox mit tatsächlich erreichten 11 kW oder mit Gleichstrom bis 100 kW. Vorbildlich: Die Rekuperation lässt sich über Lenkradpaddel in drei Stärken einstellen plus einer Stufe ganz ohne Bremswirkung, wird sie bei gleichbleibender Fahrt erhöht, spürt das seltsamerweise der Gasfuß.

          Mit ein paar Extras kam der Testwagen auf 48.450 Euro. Das ist für einen Kleinwagen nicht sehr billig.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Dank eines Modellprojektes darf dieser Club im baden-württembergischen Ravensburg öffnen.

          Corona in Deutschland : Mit Feierfreude in die vierte Welle

          Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen. Das liegt an mangelnder Impfbereitschaft. Auch größere Sorglosigkeit der Menschen spielt ein Rolle. Das RKI sieht eine vierte Welle heranrollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.