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Hybrid-Technologie : Wo und wie der Hybrid Kraftstoff spart

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Verbrauchsanzeige im Lexus Bild: F.A.Z.

Hybridantriebe beginnen sich als Alternative zum Benzin- und Dieselmotor zu etablieren. Bisher gingen die Meinungen über die Vorteile der neuen Technik auseinander. Nun liegt eine wissenschaftliche Studie vor, die die Hybrid-Anhänger freuen dürfte.

          Die Meinungen über das Sparpotential von Hybridautos gehen auseinander. Richtig ist, daß sich ihre extrem niedrigen Normwerte in der Praxis kaum nachvollziehen lassen. Sie sind das Ergebnis des Prüfzyklus, der überwiegend Stadt- und Kurzstreckenverkehr mit viel Stop and go und hohem Leerlaufanteil abbilden soll. Falsch ist aber, daß der Hybrid im Alltag überhaupt keine Vorteile hätte.

          Um so erfreulicher ist es, daß jetzt eine seriöse, wissenschaftliche Studie vorliegt, die von zwei renommierten Fachleuten, Professor Günter Hohenberg von der TU Darmstadt und Professor Fritz Indra, erarbeitet wurde. Ein Lexus RX 400h wurde dabei auf dem Prüffeld von Opel in Dudenhofen praktischen Fahrprüfungen unterzogen, ergänzt durch Rollenprüfstandstests an der FH Graz.

          Hybrid klar überlegen

          Als Vergleichsfahrzeuge dienten ein Mercedes ML 320 CDI, ein BMW X3 3.0 d und ein Mercedes S430 4-matic. Wie zu erwarten, erwies sich der Hybrid sowohl im Stadtverkehr, aber auch bei der Überlandfahrt im Verbrauch als klar überlegen (40 bis 29 Prozent). Gleichstand wird erreicht bei Autobahndurchschnitten ab 120 km/h. Mit zunehmenden Geschwindigkeiten sind keine Vorteile mehr feststellbar, der Verbrauch liegt über denen der Vergleichsfahrzeuge.

          Doch die Quintessenz der Studie ist eigentlich, daß nicht die Rückgewinnung aus Bremsenergie (Rekuperation) den Löwenanteil der Einsparung ausmacht, sondern die Betriebspunktverlagerung des Verbrennungsmotors durch das elektronisch gesteuerte CVT. Durch die Lastpunktverschiebung in Betriebsbereiche mit gutem Wirkungsgrad werden bei Stadt- und Überlandfahrt 30 bis 20 Prozent Kraftstoff gespart. Die Rekuperation bringt maximal 5 Prozent, Start-Stopp je nach Betriebsverhältnissen zwischen 8 und 4 Prozent. Aus diesen Erkenntnissen läßt sich schließen, daß eine entsprechende Betriebspunktverlagerung durch intelligente Getriebe auch ohne Hybridisierung ein hohes Einsparpotential birgt.

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