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Harley-Davidson Dyna Switchback : For a few Dollars more

Chrom satt: Die Dyna Switchback wartet mit Mini-Apehanger-Lenker und vorverlegten Trittbrettern auf Bild: Hersteller

Harley 2012: Mehr Kraft, mehr ABS und mit der FLD Switchback eine pfiffige Neue. Die Amerikaner bleiben sich treu, wachen über ihr Image, perfektionieren ihr Baukastensystem, betreiben eine stete Modellpflege - und werden dafür belohnt.

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          Wer in diesen Tagen durch die Zulassungsstatistiken für Motorräder in Deutschland blättert, entdeckt eine kleine Sensation: Harley-Davidson gleichauf mit den vier japanischen Herstellern. Nur BMW ist wie üblich weit voraus. Während die Japaner auf der Stelle treten (Kawasaki) oder weiter rasant verlieren (Honda, Suzuki, Yamaha), legen die Amerikaner kontinuierlich zu: gut zehn Prozent Marktanteil bei den Krafträdern mittlerweile, mehr als 6000 Stück bis Ende Juni, was einer Steigerung gegenüber den ersten sechs Monaten 2010 um 16 Prozent entspricht.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Harley-Davidson bleibt sich treu, wacht über sein Image, perfektioniert sein Baukastensystem, betreibt eine stete Modellpflege und wird belohnt dafür. Die alljährlichen technischen Veränderungen sind zum Teil tiefgreifend, äußerlich aber meist betont unauffällig. So geht Milwaukee mit der Zeit, ohne seine Tradition anzutasten. Modelle werden aus- und nicht selten auch wieder eingewechselt, ganz wie der Markt das verlangt. Genauso wird das auch im Modelljahr 2012 sein, über das Harley-Davidson schon jetzt, lange vor den Herbstmessen, einiges wissen lässt.

          Auffälligste Neuerscheinung ist die FLD Switchback vom Stamme der vergleichsweise günstigen Dynas. Motorräder dieser Baureihe haben als gemeinsames Erkennungszeichen ein gut sichtbares Federbein-Paar am Heck, im Unterschied zu den Softail-Typen, die ein ungefedertes Hinterteil vorgaukeln. Die Switchback ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Sie wird als einzige Dyna vom großvolumigen Twin-Cam-103-Motor mit 1690 Kubikzentimeter Hubraum angetrieben, der bisher den großen Tourern der Marke vorbehalten war. Der V-Zweizylinder führt 126 Newtonmeter Drehmoment ins Feld (bei 3500/min), die Höchstleistung beträgt rund 60 kW (etwa 84 PS). Da sich Windschild und Hartschalenkoffer mit wenigen Handgriffen abnehmen lassen, ist die Maschine im Nu vom Wochenend-Tourer zum puristischen Cruiser umzubauen.

          Merkmale: 320 Kilo Trockengewicht, 1690 Kubikzentimeter Hubraum, ABS, 16.895 Euro

          Rückkehr der Tourer Ultra Classic Electra Glide

          Mit 16.895 Euro (Zweifarblack 17.610) ist die Verwandlungskünstlerin die teuerste der Dyna-Typen, exakt auf dem Niveau der günstigsten Softail namens Blackline. ABS wird zur Serienausstattung der Switchback gehören, wie in Zukunft übrigens bei sämtlichen Dyna mit Ausnahme der Street Bob (dort ist es eine Option). Die Preise legen deswegen um 500 bis 700 Euro zu. Harley-Davidson stattet nunmehr 21 Modelle der Familien Dyna, Softail, Touring, VRSC und CVO mit Antiblockiersystem aus, lediglich für die Sportster-Einsteigerreihe ist ABS noch nicht verfügbar. Auch sonst verändert sich dort nichts.

          Anders die Softails: Alle - bis auf eine - werden künftig mit dem kräftigeren Twin-Cam-103-Motor ausgestatten, was mit einer Preiserhöhung um ein paar hundert Euro verbunden ist (Beispiel: Fat Boy bisher ab 20.195, jetzt 20.445 Euro). Die Ausnahme ist die Blackline, die weiter mit dem Twin Cam 96 (1584 statt 1690 Kubik) auskommen muss. Zum zehnten Geburtstag der VRSC-Typen kündigt Harley überdies ein silberfarbenes Sondermodell der V-Rod für knapp 18.000 Euro an sowie eine überarbeitete Night Rod Special (17.000 Euro) mit schlankerem Heck, leichteren Rädern und verbessertem Sitzarrangement. Eine Rückkehr ins Programm feiert hierzulande nach kurzer Abwesenheit „auf vielfachen Wunsch“ der Tourer Ultra Classic Electra Glide. Dafür fliegen mit der Cross Bones und der Rocker C zwei prominente Softails heraus. Man darf gespannt sein, wann sie ihr Comeback geben.

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