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Kia Sportage PHEV : Taugt auch als Elektriker

  • -Aktualisiert am

Strom-Linie: Kia Sportage Bild: Hersteller

Auch ohne Strom aus der Steckdose braucht der Sportage erfreulich wenig Benzin: Wir kamen in unserer Verbrauchsrunde auf 6,3 Liter. Das ist ein gutes Argument für den Hybrid.

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          Über Plug-in-Hybride geht die Meinung auseinander, Skeptiker meinen, die Elektrifizierung diene nur dazu, die Förderprämie einzustreichen. Das kann stimmen, sie als Elektroauto zu bewegen ist oft missvergnüglich: zu schwach, zu wenig Reichweite. Aber sie werden besser, und in mancher Palette ist der PHEV die Spitzenmotorisierung. Das gilt auch für Kia, die ihr SUV Sportage, das wir im April als Dieselversion gefahren sind, nun auch mit einem ladefähigen Hybridantrieb ausstatten. Es gibt ihn ab rund 45.000 Euro, unser Testwagen 1,6 T-GDI PHEV AWD AT GD kam mit einigem Schnickschnack auf 53.000.

          Das Fahren gestaltet sich erfreulich. 180 PS aus dem 1,6-Liter-Turbobenziner gehen eine sauber abgestimmte Verbindung mit den 67 kW des Elektromotors ein, der den gesamten Antrieb stärkt und nicht, wie bei vielen Konkurrenten, nur die Hinterachse bedient. Beide addieren sich zu einer Systemleistung von 265 PS und 350 Nm Drehmoment, die mit dem 1,9 Tonnen schweren Auto leichtes Spiel haben.

          Der Kia tritt kräftig an und beschleunigt bis auf abgeregelte 202 km/h, das sind elf mehr als im Schein versprochen. Dabei bleibt er erfreulich leise, nur wirkt der Sportage in hohen Geschwindigkeiten etwas nervös.

          1,9 Tonnen schwer Bilderstrecke
          Geprüft : Kia Sportage PHEV

          Die Batterie fasst brutto 13,8 kWh. Wir konnten von 18 bis 100 Prozent 14,42 kWh nachladen und sind auf der Landstraße damit elektrisch 74 Kilometer weit gekommen, das ist ein guter Wert für einen PHEV. Ungewohnt, aber nicht störend sind die auch im Elektrobetrieb spürbaren Schaltvorgänge der Sechsgangautomatik. Die Leistung reicht, um im Verkehr mitzuschwimmen, der Kia taugt also auch als reiner Elektriker. Geladen wird einphasig mit bis zu 7,4 kW, aber nur, wenn die Wallbox mit 32A abgesichert ist. Auch ohne Strom aus der Steckdose braucht der Sportage erfreulich wenig Benzin: Wir kamen in unserer Verbrauchsrunde auf 6,3 Liter, flott auf der Autobahn sind es nur 8,5. Das ist ein gutes Argument für den Hybrid.

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