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Früjahrsauktion in Toffen : Wenig Interesse an Ferrari und Jaguar

  • -Aktualisiert am

Welcher Klassiker darf es denn sein? Bild:

Seit 1991 veranstaltet die Oldtimer-Galerie Toffen in ihren Räumen Oldtimer-Auktionen. Jetzt kamen wieder mehr als 100 Klassiker unter den Hammer. Der teuerste war ein Porsche für 110 000 Franken.

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          Lange Gesichter gab es in Toffen bei den Einlieferern hochpreisiger Ferrari. Die Klassiker-Auktion zeigte einmal mehr, daß solide Gebrauchs-Klassiker in wirtschaftlich nicht so rosigen Zeiten eher gefragt sind: Nur zwei von neun Ferrari fanden einen Käufer. Allgemein waren teure Edel-Klassiker schwer verkäuflich oder brachten nur niedrige Preise. Das mußten besonders die Besitzer von Jaguar spüren, die so mutig waren, ihre Autos ohne Limit anzubieten. Dagegen gingen sieben von neun angebotenen Mercedes-Benz zu reellen Preisen in neue Hände über. Den höchsten Erlös aller 111 angebotenen Fahrzeuge erzielte ein Porsche 911 Carrera RS 2,7 von 1973 im Renntrim. Er brachte 110000 Franken. Der historische Rennsport erfreut sich offenbar eines ständig steigenden Interesses, gute Fahrzeuge sind gesucht. Insgesamt wurden 64 Autos verkauft, was einer Quote von 57 Prozent entspricht.

          Die überwiegende Zahl der Oldtimer kam aus der Schweiz, der Zustand ist meist gut bis sehr gut. Diese Qualität hat sich langsam herumgesprochen, die Versteigerung war so gut besucht wie nie. Seit 1991 veranstaltet die Oldtimer-Galerie in ihren Räumen mehrmals im Jahr Auktionen. Die nächsten Termine sind im September und Ende November. Viele Händler kommen wegen des vergleichsweise niedrigen Preisniveaus, obwohl auf die erzielten Ergebnisse noch ein Aufgeld von 12 Prozent und für EU-Käufer der Zoll berechnet werden muß. Ungefähr ein Drittel der Käufer sind Privatpersonen, schätzt man beim Veranstalter. Glanzpunkt der Auktion war ein hübscher Austin Healey Sprite Mk I "Frogeye" von 1958, der aber das geforderte Limit von 21000 Franken nicht erreichte. Ein liebevoll gepflegter Rolls-Royce Silver Cloud II von 1960 mit nur 33500 Kilometern Laufleistung kam für 70000 Franken in neue Hände.

          Zu den gefragten Typen der Klassik-Szene gehören mittlerweile gut erhaltene "Youngtimer" (20 bis 35 Jahre alt) wie etwa ein rotes Opel-Kadett-Coupe von 1973 aus erster Hand. Es wurde stets liebevoll gepflegt, ist bisher moderate 133000 Kilometer gelaufen und war einem Bieter erstaunliche 3000 Franken wert. Solche Autos passen hervorragend in eine Zeit, in der Sparsamkeit Trumpf ist. Dennoch hat der Besitzer einen "Hingucker", der ihn von der Masse der modernen Alltagsautomobile abhebt. Und die Beliebtheit von Kabrios spürt man auch bei den Oldtimern. Autos mit Stoffdach fanden durchweg Käufer, wenn das Limit nicht übertrieben hoch gesetzt war. Ein MG TF 1250 von 1954 brachte 32500 Franken, ein restaurierter Honda S 800 von 1967 überraschende 15000 und ein Jaguar E-Type von 1964 unter Vorbehalt 60000 Franken.

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