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Flugbericht Junkers F 13 : So ein Blech

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

In Dessau startet vor hundert Jahren eine Junkers F 13 zum Erstflug. Es ist der Auftakt zur Ära des modernen Passagierflugs. Jetzt steigt an gleicher Stelle ein Nachbau in die Luft.

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          Der nostalgische Tiefdecker mit Sternmotor hat die Anmutung eines perfekt restaurierten Oldtimers. Vorne am Rumpf prangt zudem unübersehbar der Name Junkers. Der vermeintliche Klassiker ist allerdings gerade mal drei Jahre alt, steht dafür aber auf geschichtsträchtigem Boden. Denn das Vorbild, eine Junkers F 13, hob hier am Flugplatz Dessau vor 100 Jahren, am 25. Juni 1919, zum ersten Mal ab. Sie war das erste in Großserie gebaute Verkehrsflugzeug aus Ganzmetall und läutete die Ära der zivilen Passagierluftfahrt ein. Der F-13-Nachbau als Hommage an dieses epochale Flugzeug ist originalgetreu und fliegt seit 2016.

          Vor 100 Jahren wurde die von Konstrukteur Otto Reuter für die Junkers-Werke in nur sechs Monaten entwickelte F 13 das, was heute eine Boeing oder ein Airbus ist: ein weitverbreitetetes, zuverlässiges Verkehrsflugzeug. Die F 13 war schon mit der charakteristischen Wellblech-Außenhaut aus Duraluminium gefertigt, die typisch für Junkers-Maschinen und auch den späteren Klassiker Ju 52 werden sollte. Damals ist diese leichte und dennoch stabile Bauweise ihrer Zeit weit voraus, denn die meisten anderen Flugzeuge bestehen noch aus Holz und sind stoffbespannt. Die wetterfeste Metall-Junkers kann hingegen dauerhaft im Freien abgestellt und deshalb selbst unter rauhen Bedingungen wie etwa in der damaligen Sowjetunion, in Skandinavien oder aber im heißen Tropenklima eingesetzt werden.

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