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Lastenrad Tern Cargo Node : Das faltbare Muli

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Sicherer Stand: Das Tern Cargo Node ist ein verlängertes Faltrad. Bild: Pardey

Lastenräder haben einen gravierenden Nachteil. Sie sind um Etliches sperriger als gewöhnliche Fahrräder. Nicht so das Tern Cargo Node. Es lässt sich zusammenklappen und platzsparend parken.

          Lastenräder genießen nicht zuletzt durch die Möglichkeiten des elektrisch unterstützten Antriebs derzeit besondere Aufmerksamkeit. Allen positiven Eigenschaften als umweltfreundliches Transportmittel in Städten zum Trotz haben sie aber zwangsläufig einen gravierenden Nachteil: Sie sind um Etliches sperriger als gewöhnliche Fahrräder. Gewiss ein Transporter oder Kastenwagen braucht noch viel mehr Fläche.

          Aber wenn man sein Lastenrad nicht im Logistikzentrum parkt, sondern dort, wo Fahrradabstellplätze ausgewiesen sind, hat man schnell seine liebe Not mit den überlangen Dingern. Die Frage „Wohin mit dem Lastenrad?“ lässt gerade viele Privatleute eher zu der flexibleren Lösung Fahrrad plus Anhänger tendieren. Ein zusammenklappbares Lastenrad bietet sich als Ausweg an: Tern bringt mit dem Cargo Node (rund 1900 Euro) genau das.

          Nie würde es einem einfallen, andere Erzeugnisse des taiwanischen Herstellers als Klapprad zu bezeichnen. In diesem Fall ist das etwas anders: Ein Faltrad, das man eben mal auf dem Bahnsteig zu einem Gepäckstück macht und mit in den ICE nimmt, ist dieses Lastenrad mit seinen 24-Zoll-Laufrädern, dem langen Laderahmen und den großen Seitentaschen von Xtracycle wirklich nicht. Allein das Leergewicht von knapp 25 Kilogramm steht dem entgegen.

          Zwar stimmt, was Tern seinen Rädern generell attestiert, auch im Fall des Cargo Node: In zehn Sekunden sind Lenksäule, Vorderrad und vorderer Rahmen nach hinten gefaltet. Das reduziere die Größe des Cargo Node auf ein Drittel seines ursprünglichen Volumens, behauptet Tern. Wenn man es selbst macht, kommt man eher zum Schluss, dass es eine Reduzierung um ein Drittel ist. Aber das ist ja auch schon was im Fahrstuhl.

          Radstand auf rund 148 Zentimeter verlängert

          Doch das Packmaß von 132 × 83 × 52 Zentimetern (Länge × Höhe × Tiefe nach Herstellerangabe) bleibt einfach in der Länge und Tiefe deutlich voluminöser als die 86 × 84 × 39 Zentimeter etwa eines Node D8 als eines vergleichbaren 24-Zoll-Faltrads. Das ist auch kein Wunder, denn das Cargo Node ist konstruktiv dadurch entstanden, dass in den Hinterbau eines Rahmens ähnlich dem des Node ein das Ganze verlängernder Hilfsrahmen geschraubt wird.

          Dies geschieht in den Ausfallenden, in denen eigentlich das Hinterrad montiert wird. Zusätzlich wird der Hilfsrahmen in der Mitte zwischen den beiden Verschraubungen stabilisiert. So wird der Radstand auf rund 148 Zentimeter verlängert und Platz für das ebenfalls verschraubte Rohrgestänge mit der schmalen langen Ladefläche geschaffen, an dem die Seitentaschen mit Schnall- und Klett-Gurten befestigt sind.

          Tragkraft von insgesamt 160 Kilogramm

          Diese Seitentaschen von Xtracycle mit dem verheißungsvollen Namen CarryAll Bag haben auf jeder Seite ein Volumen von 35 Litern und können 22 Kilogramm tragen. Tern gibt eine Tragkraft von insgesamt 160 Kilogramm an. Ein praktischer Versuch mit einem Wocheneinkauf ließ die Angaben zur Tragkraft der Taschen glauben.

          Doch erschien eine breitere und von einem hohen Bord umgebene Ladefläche, wie sie Anhänger oder andere Lastenräder haben, praktischer als die vergleichsweise schmalen langen Taschen. Die üben, wenn sie bepackt mit Spanngurten gesichert werden, außerdem einen Druck auf die Ladung aus, der nicht allen Einkäufen bekommt. Fahrtechnisch ist das Cargo Node ein sehr gutmütiges, leicht zu meisterndes Lastenrad, weil es vergleichsweise geringe Halte- und Lenkkräfte benötigt.

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