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Fahrtbericht-Bilanz 2006 : Noch nie waren die Autos so gut wie heute

Daß hinsichtlich der Herkunft der Fahrzeuge nicht ganz die Marktverhältnisse abgebildet werden, sei verziehen, sonst müßten zwei Drittel der Testwagen aus deutschen Landen kommen. So aber sind Audi, BMW und Co. mit einem Anteil von knapp 40 Prozent vertreten. Bei den großen Fahrtberichten waren nur 14 von 51 Artikeln Fahrzeugen aus Deutschland gewidmet. Daß danach 13 Fahrzeuge japanischer Provenienz kommen, ist zwar auch Zufall, zeigt aber, welches Gewicht sich die Autos aus dem Land der aufgehenden Sonne in nun gut 30 Jahren erarbeitet haben. Zudem werden die koreanischen Beiträge zur Mobilität immer wichtiger, mit fünf großen Fahrtberichten lagen sie noch vor den Herstellern aus Frankreich (4).

Ein Jahr des Innehaltens

Allgemein war das Autojahr 2006 ein wenig ein Jahr des Innehaltens, wie fast immer, wenn keine Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt ansteht. Die ganz große, wichtige innovative Neuheit fehlte, und der Mercedes-Benz S 500 (7. Februar) schwappte noch von 2005 herüber. Von übergeordneter Bedeutung in unserer Fahrtbericht-Flotte waren Audi Q7 und TT, der Fiat Grande Punto, der Ford S-Max (als Auto des Jahres), der Honda Civic, der mit seinen futuristischen Formen in jedem Science-fiction-Film mitmachen könnte, der Mazda MX-5, der Porsche Cayman, der Skoda Roomster, der Opel Astra Twin Top und der VW Eos. Vergangene Woche durfte noch der neue Opel Corsa zeigen, was er kann. Diese Autos sind für die jeweiligen Marken wichtige Imageträger und Umsatzbringer. Der Roomster von Skoda geht wie der Civic in der Formensprache neue Wege, die Stahldach-Kabrios Astra Twin Top und Eos stehen für eine technische Entwicklung, die längst das gesamte Kabrio-Wesen erfaßt hat. Auch der neue Roadster MX-5, mit dem Mazda die Renaissance der sportlich-kleinen Zweisitzer Ende der achtziger Jahre einläutete, ist jetzt mit festem Dach im Angebot (Fahrtbericht demnächst). 2007 bekommt auch das BMW-3er-Cabriolet ein festes Klappdach.

Wenn halb Europa Diesel fährt, kann sich die Redaktion dieser Entwicklung nicht entziehen. Rund 40 Prozent der bewegten Autos waren Selbstzünder (so hoch ist inzwischen der Anteil bei den Neuzulassungen), und in dieser Gruppe sind auch die sparsamsten Autos zu finden. Nur 6 Liter auf 100 Kilometer benötigte der Toyota Yaris, bei 6,2 Liter landeten der Peugeot 207 und der Skoda Roomster, bei 6,4 der Fiat Grande Punto. Wie sparsam Riesen mit Diesel sind, zeigten der BMW 745d mit 10,6 Liter und der Mercedes-Benz S 320 CDI, der nur 9,6 Liter auf 100 Kilometer benötigte. Den Verbrauchs-Vogel schoß der Porsche Cayenne Turbo S ab: 19,7 Liter Super. Da war der Rolls mit seinen 15,9 Liter vergleichsweise sparsam.

So schließt sich das Autojahr 2006, und wir freuen uns schon auf 2007 und den neuen Audi A4, die neue C-Klasse von Mercedes-Benz, den neuen Ford Mondeo und den neuen Opel Vectra. Es kommen zudem: Toyota Auris, Fiat Bravo, Renault Twingo und viele, viele andere (siehe Motormarkt vom kommenden Samstag). Keine Frage, uns (und hoffentlich auch unseren Lesern) wird es nicht langweilig.

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