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Fahrbericht Škoda Karoq 1.5 : Als wär’s schon immer ein Stück vom Silberpfeil

  • -Aktualisiert am

Bild: Škoda

Im kantigen Doppelpack fährt Škoda in die Welt der SUV. Nach dem großen Kodiaq stärkt der Karoq den Charakter der Marke. Mehr SUV war noch nie aus Tschechien.

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          Wenn Häuptling Weißes Haupt in Wolfsburg weise und gleichzeitig grimmig aus seinen Diesel-Thematik-Sorgenfalten heraus lächelt, gibt es kein Entkommen: Mehr modische Mobilität wurde noch nie gewagt im größten Autokonzern des bekannten Universums, und von Audi, Porsche, Seat, Lamborghini, von Volkswagen und von Škoda segelt eine eroberungswillige Armada aus SUV für alle Völker dieser Erde hinaus in die Märkte, nach dem Leitmotiv: SUV für alle und für jeden. Selbst Škoda, die tschechische Rechenmaschine, hat ihre kleinen romantisch-schrulligen Roomster und Yeti flugs eingestellt. Dafür klebt der Indianerpfeil jetzt auf zwei neuen Škoda-SUVs: Der fülligere Kodiaq hatte schon seinen bärigen Auftritt (F.A.Z. vom 7. März 2017), und jetzt waren wir mit dem ein wenig zierlicheren Karoq unterwegs.

          Kein anderes Auto als der SUV passt besser zur emotionalen Vernunft dieser von VW vor etwa 25 Jahren wachgeküssten einstigen Ostblockmarke. Der Škoda Karoq ist kein billiges Auto, seine Preise beginnen bei 24 290 Euro, da muss der Fahrer noch selbst schalten und einen dreizylindrigen Einliter-Kaffeemühlenmotor mit 115 PS auf Touren halten. Der hat immerhin rund 1,3 Tonnen zu bewegen, ob das vergnüglich ist? Mit dem neuen 1,5-Liter-Vierzylinder zu 150 PS plus Hightech in Form von DSG (Doppelkupplungsgetriebe) und ACT (Zylinderabschaltung) sowie einem netten Katalog voller kostenpflichtiger Annehmlichkeiten kommt wohl eher Stimmung auf. Jedoch sind dann kleinere pekuniäre Hürden zu überwinden, ehe dieser Edel-Karoq heimgeführt werden kann: Der Testwagen stellte sich ohne jedes Extra auf 29 890 Euro und präsentierte sich unter dem Strich als Demo-Objekt zur umfassenden Prüfung mit 41 490 Euro. Damit wird nicht belegt, dass Škoda nur nackte Mangelware liefert, sondern gezeigt, wie vorsichtig der Kunde beim Konfigurieren seines Wunschmodells verfahren sollte. Allradantrieb ist selbst dann bei den Benziner-Karoqs noch nicht dabei: Nur die beiden starken 2,0-Liter-Diesel-Varianten werden auf Wunsch als 4×4 geliefert.

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