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Fahrbericht Skoda Enyaq : Fast schon fit für 2037

Der Skoda Enyaq Bild: Helge Jepsen

Alltagstauglicher als der Skoda Enyaq war noch kein Elektroauto, das bei uns zu Gast war. Viel Platz, hohe Reichweite und ein relativ moderater Preis.

          4 Min.

          Dieses Auto hat zwei Gesichter. Einerseits gehört es zur gern geschmähten Gattung der Geländewagen, neudeutsch SUV, andererseits ist es ein heilsbringendes Elektroauto. Wie hieß es neulich so schön in einer Comedyshow, als ein Zeitreisender aus dem Jahr 2037 gefragt wurde, wie es in Deutschland aussieht? „Annalena ist jetzt so lange Kanzlerin wie Angela, und die Grünen fahren alle Elektro-SUV.“ Wahrscheinlich kommt es nicht ganz so, aber Stand heute dürfte das Elektroauto in 16 Jahren eine wesentlich bedeutendere Rolle spielen als 2021, und Verbrenner-Neuwagen sind eh verboten.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Und heute? Nun, der Skoda Enyaq iV 80, der sich mit den VW ID.3 und ID.4 die Plattform teilt, hat mit seinem SUV-Look ein ansprechendes Äußeres. Er bietet viel Platz und zeigt, wohin der Weg führen kann. Auf 4,65 Meter Länge sitzt es sich vorn wie hinten sehr bequem, eine vierköpfige Familie kann mit ihm gut zurechtkommen, passen doch in den großen Kofferraum rechnerisch fast 600 Liter Ladegut. Die stabile Abdeckung erfreut, unter der Bodenplatte sind noch Fächer für etwas Kleinkram und die Ladekabel, die ordentlich zusammengerollt sein müssen. Sonst passen sie nicht hinein. Selbstverständlich lässt sich die Rückbank asymmetrisch geteilt umlegen, aber mehr Variabilität ist nicht. Wenigstens gibt es noch eine kleine Durchreiche, sodass man zu viert unterwegs sein kann, samt 1,60 Meter langem, zusammengefaltetem großem Sonnenschirm. 20 Zentimeter mehr dürften es auch noch sein, allerdings steigt die Ladefläche an und ist nicht plan. Aber die Heckklappe öffnet elektrisch und schwingt schön weit nach oben.

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