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Opel Mokka-e im Fahrbericht : Wasser im Kaffee

Knallt von außen, surrt leise von innen: Opel Mokka-e Bild: Helge Jepsen

Die Welt der Elektroautos könnte so schön sein, wenn man nicht immer wieder die Reichweiten- und Ladeproblematik ­thematisieren müsste. Sonst macht der elektrische Opel vieles wunderbar.

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          Hand aufs Herz: Haben Sie schon mal an einer Tankstelle keinen Kraftstoff bekommen? Das kann in Westeuropa kaum passieren, aber an einer Ladesäule abgewiesen zu werden ist immer noch gang und gäbe. Dieses Mal scheiterten wir mehrfach bei Porsche in Pforzheim, obwohl die Säulen eigentlich allen Marken offen stehen. Die Verbindung klappte jeweils zunächst, nur wurde sie aus unerfindlichen Gründen immer wieder abgebrochen, insgesamt dreimal. Für zweimal 0,435 gezogene kWh wurde wenigstens nichts berechnet, für 0,733 kWh standen später 35 Cent auf dem Zettel.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Okay, auf zur nächsten Säule, die ist zum Glück nur ein paar Straßen weiter. Leider besetzt. Sonntags. Aber jetzt muss geladen werden, also warten wir. Und bereuen ein wenig, dass wir es gewagt haben, die alte Schulfreundin in Ravensburg mit dem neuen, rein elektrischen Opel Mokka zu besuchen. 380 Kilometer einfach sind es aus dem Vordertaunus in die Nähe des Bodensees, die Reichweite des Mokka gibt Opel mit gut 300 Kilometern an. Ladestopps sind somit einzuplanen. Auf dem Hinweg klappt alles, doch sechs Stunden ohne Stau inklusive Ladezeiten sind viel. Allerdings sind wir nie schneller als 110 km/h gefahren, zu rasch schmilzt der Energievorrat, wenn die 150 km/h, die möglich wären, oft ausgereizt werden. Übrigens dauert der Trip mit der Bahn nach Fahrplan nur 4:13 Stunden, inklusive Busfahrt zum Zug zu Hause. Nächstes Mal denken wir darüber nach.

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