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Fahrbericht Mazda CX-3 : Hübsche Schatulle mit Allradantrieb

Bild: F.A.Z., Hersteller

Wohin nur mit all den vielen SUV? Der Markt kann offenbar nicht genug davon bekommen. Neu in der Riege der kleineren Modelle ist der CX-3 von Mazda. Auch er wird seinen Weg machen. Ganz bestimmt.

          4 Min.

          Über den scheinbar niemals endenden Erfolg der SUV ist schon viel philosophiert worden. Er hat etwas mit dem hohen Sitzen, dem guten Gefühl dabei und dem Hauch von Abenteuer zu tun, den so ein SUV umweht. Wie dem auch sei, die Dinger gehen weg wie die warmen Semmel, jeder Hersteller tut gut daran, mindestens eines oder besser mehrere im Angebot zu haben.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          So war der meistverkaufte Mazda in Deutschland 2014 weder der Golf-Konkurrent Mazda 3 noch der Kleinwagen 2, sondern das SUV CX-5. Nur gut, dass der japanische Hersteller noch den CX-3 im Köcher hat, der auf dem 2er basiert und jetzt im Juni auf den Markt gekommen ist. Weil kleinere SUV zurzeit besonders gefragt sind, wird er sich fast wie von selbst verkaufen.

          Und das natürlich nur, weil der CX-3 nebenbei auch ein gutes Fahrzeug ist, das nur wenige Schwächen hat und einfach unverschämt gut aussieht. 17 990 Euro locken als Basispreis für ein immerhin 4,28 Meter langes Auto, das mit drei verschiedenen Motoren und auch als Allradler zu haben ist. Die Redaktion bewegte die Variante mit 150 PS aus einem 2,0-Liter-Motor, Allradantrieb ist hier obligatorisch. Die Basis hat 120 PS und ausschließlich Frontantrieb, daneben gibt es noch einen 105-PS-Diesel, der 1,5 Liter Hubraum hat und mit 270 Newtonmeter maximalem Drehmoment gut im Futter steht. Der Diesel kann sowohl mit als auch ohne Allradantrieb bestellt werden.

          Alle Motoren tragen bei Mazda den Titel Skyactiv. Damit wird auf eine besondere Verbrennungstechnik unter hoher Verdichtung hingewiesen, die das sonst in der Branche übliche Downsizing mit paralleler Einführung von Turbohilfen überflüssig machen soll. Nun, der 150-PS-Motor fühlt sich gut an, nimmt zügig Gas auf und ist auch schön leise. Das Start-Stopp-System funktioniert tadellos. Das Triebwerk ist jedoch kein Elastizitätswunder, was die Werte für die Beschleunigung von 50 auf 100 km/h in den größeren Gängen zeigen, allerdings auch kein Lahmei. Eher enttäuschend ist dagegen der Umgang mit Kraftstoff. 8,6 Liter Super im Schnitt sind heute allenfalls ausreichend, mehr nicht. Vor allem, weil der Wert wieder einmal mehr als deutlich über der Normangabe liegt. Zu klein ist der Tank. Er fasst nur 44 Liter, so dass man früh Benzin nachfassen muss.

          Es soll nicht verschwiegen werden, dass viele weite Strecken (insgesamt 2750 Kilometer) mit höherem Tempo den Verbrauch wohl nach oben trieben. Zügelt der Fahrer den Gasfuß und fährt nicht schneller als Tacho 120 km/h, kommt er mit 6,1 Liter Super 100 Kilometer weit. Na also, geht doch. Beim Einhalten des selbstgesetzten Limits hilft der Tempomat, der in der Ausstattungslinie Sports-Line zum Lieferumfang gehört. Sports-Line ist die beste von vier Linien, doch auch schon in der Basis - Prime-Line - sind Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Audio-Anlage, Zentralverriegelung und ohnehin ABS, ESP und reichlich Airbags mit dabei. Unser Fahrzeug hatte für 1300 Euro extra das Technik-Paket, dann arbeitet der Tempomat auch adaptiv. Zu diesem Paket gehört unter anderem auch eine Ausparkhilfe, die beim Rückwärtsfahren vor dem Querverkehr warnt.

          Schicke Sonderfarbe Rubinrot

          Im Gegensatz zu den deutschen Herstellern sind die Aufpreislisten der japanischen Autobauer meist kurz gehalten. Der Testwagen hatte neben dem Technik-Paket noch die schicke Sonderfarbe Rubinrot (750 Euro), ein Navi-System (690 Euro) sowie eine zweifarbige Lederausstattung (1000 Euro).

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