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Fahrbericht Mondauto : Galaktisch gut!

Bild: AFP

Vor fünfzig Jahren landete der Mensch erstmals auf dem Mond. Wenig später waren schon die ersten außerirdischen Autofahrer unterwegs. Wie ließ sich damit fahren? Und: Hätte das Mondauto auch auf der Erde eine Chance? Ein nicht ganz ernst gemeinter Test.

          Kein Tempolimit, keine Polizei, aber auch keine Pannenhilfe: Als die ersten Menschen mit dem Auto auf dem Mond fuhren, lag die erste Mondlandung am 21. Juli 1969 gerade mal zwei Jahre zurück. Im Sommer 1971 brachten die Mondfahrer der Apollo-15-Mission ihr Lunar Roving Vehicle, kurz LRV, mit. Von Fahrspaß konnte für David Scott und James Irwin jedoch keine Rede sein: Die Vorderachse ließ sich nicht lenken, die Mondanziehungskraft machte ihnen zu schaffen, und viele weitere Probleme waren zu lösen. Der Einsatz des LRV war erst nach der ersten Mondlandung im Oktober 1969 beschlossen worden, in einer Rekordzeit von 17 Monaten wurde es entwickelt. Damals herrschte eine Alles-geht-Mentalität, die wir auch heute noch manches Mal gebrauchen könnten. Unter anderem mussten sich die Ingenieure einen raffinierten Faltmechanismus mit Federn und Seilen ausdenken, damit das immerhin 3,10 Meter lange LRV überhaupt mit zum Mond konnte. Das Packmaß war schließlich sehr kompakt: 0,90 × 1,50 × 1,70 Meter. Dafür war in der Landefähre zufällig noch Platz. Oben angekommen, brauchten Irwin und Scott nur 26 Minuten, um das LRV fahrfähig zu machen. Es sollte den Aktionsradius der Astronauten um ein Vielfaches erweitern. Allerdings durften sich die beiden nur so weit entfernen, dass bei einem Ausfall des LRV eine Rückkehr zu Fuß möglich gewesen wäre. Der ADAC kommt schließlich nicht.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wenn es so vor einem steht – Kopien gibt es hierzulande im Deutschen Museum in München und im Technikmuseum Speyer –, sieht es schon wie ein richtiges Auto aus. Zwei Sitze, vier große Räder. Zwar ohne Dach oder Verdeck, aber auf dem Mond regnet es nie, und eine Windschutzscheibe braucht es auch nicht. Auf den beiden Sesseln, die stark an Gartenstühle mit Korbgeflecht erinnern (es war tatsächlich Nylon), konnten es sich die Mondfahrer in ihren dicken Anzügen plus Rucksack leidlich bequem machen. Die Ausrüstung schützte vor der Hitze (rund 120 Grad) und der Strahlung, stellte den nötigen Druck sicher und sorgte für die Atemluft. Gesteuert wurde das Mondauto über eine Art Joystick auf einer Konsole in der Mitte vor den Sitzen, die von beiden Piloten erreicht werden konnte. Beide Achsen waren lenkbar, was einen Wendekreis von nur drei Metern möglich machte. Auf der ersten Ausfahrt konnten Scott und Irvin wie eingangs erwähnt nur mit den Hinterrädern lenken. Die Frontlenkung war ausgefallen, sie funktionierte aber bei den Fahrten zwei und drei. Den Joystick nach vorn bedeutete „Los“. Die Kraft fürs Fahren kam aus vier Elektromotoren, für jedes Rad einer. Ein läppisches Viertel PS wurde jeweils geliefert, was aber dank der geringen Schwerkraft auf dem Mond, die etwa nur ein Sechstel derjenigen auf der Erde beträgt, vollkommen ausreichte. Der Strom für die Motoren kam aus zwei nicht wiederaufladbaren Silberoxid-Zink-Batterien, die für eine theoretische Reichweite von 90 Kilometer taugten. Die Lenkimpulse für Vorder- und Hinterachse wurden ebenfalls elektrisch gegeben.

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          Technische Daten und Preis

          Lunar Roving Vehicle

          Geschätzter Preis 1971: 37 Millionen Dollar Heute: Unbezahlbar und unerreichbar

          Vier Elektromotoren, jeweils einer davon in den Radnaben, 0,25 PS je Motor, zwei nicht aufladbare Silberoxid-Zink-Batterien mit rund 8,3 kWh Kapazität, Reichweite zirka 90 Kilometer,

          elektrische Allradlenkung

          Allradantrieb

          Länge/Breite/Höhe 3,10/1,80/1,22 Meter ohne Antennen, Radstand 2,30, Wendekreis drei Meter

          Leergewicht 204, zulässiges Gesamtgewicht 684 Kilogramm, Anhängerbetrieb nicht vorgesehen, Kofferraumvolumen nicht nachgemessen

          Reifengröße 32 Zoll

          Höchstgeschwindigkeit 18 km/h

          Verbrauch grob geschätzt 9,2 kWh auf 100 Kilometer, 0 g/km CO2

          Komfort & Sicherheit zwei Korbsessel, offene Karosserie mit guter Rundumsicht und bequemem Einstieg, Navigation, aktive Fernsehübertragung des Erlebten möglich, eine Verkehrszeichenerkennung ist so überflüssig wie eine Beleuchtung, da nur bei Helligkeit gefahren wird. Die Sonne scheint auf dem Mond rund 14 Tage, dann ist es 14 Tage Nacht.

          Die Anderen

          Lunochod Die Russen fuhren autonom und früher: Erreichte im Januar 1970 den Mond.

          Sojorner Erster amerikanischer Mars-Rover. Landete im September 1997 auf dem Roten Planeten.

          Jadehase 2 Der ferngesteuerte Mond-Rover aus China erkundete Ende 2018 die Mondrückseite.