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Fahrtbericht Suzuki Swift : Klein, laut, hart, aber nicht durstig

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z., Hersteller

Der japanische Kleinwagen ist kein Meister der leisen Töne, aber er verspricht immerhin ordentlichen Fahrspaß zu einem vernünftigen Preis.

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          Als Chauffeur eines Suzuki Swift fühlt es sich ein wenig so an, als sei man als Begleiter auf Gullivers Reisen dabei. Denn am Lenkrad des kleinen Suzuki sehen viele andere Autos riesig aus. Vielleicht hat die japanische Marke deshalb schon bei der Taufe ihrem sehr europäisch auftretenden Mini-Wagen mit Bedacht den Namen Swift gegeben.

          Die Form des nur 3,85 Meter langen Suzuki ist markant. Er war es einst, der in der Kleinwagenklasse eine sich nach hinten verjüngende Fensterlinie eingeführt hat. Die findet sich mittlerweile auch an anderen Kandidaten im Umfeld wieder, etwa am Škoda Fabia und am neuen Veloster von Hyundai.

          Design
          Mit der Erneuerung seiner Garderobe im vorigen Jahr hat der Swift nichts von seiner formalen Eigenständigkeit verloren. Zwar sind einige Kanten und Falze auf der Strecke geblieben, doch kann der Suzuki immer noch mit massigem Bug, betonten Kotflügeln und einem properen Heck sportliche Werte vermitteln.

          Der Innenraum kann da aber nicht mithalten. Graues Plastik mit nachlässig entgrateten Kanten und eine eher einfache Materialwahl bestimmen das Bild. Dagegen helfen vermeintlich hochwertige Intarsien in Klavierlack-Optik und silberne Rähmchen um die Lüftungsdüsen nur wenig.

          Bild: F.A.Z.

          Das Karosserie-Design ist für die Übersichtlichkeit außerdem von Nachteil. Die weit nach vorn gezogene Frontscheibe wird von dicken A-Säulen begrenzt, und die stehen fast als natürlicher Feind von Radfahrern und Fußgängern bei jedem Abbiege-Manöver mitten im Blickfeld des Fahrers.

          Fahrerposition
          Der findet am lederbezogenen Volant erst nach allerlei Stellungsproben eine halbwegs anständige Position. Die Polster bieten wenig Seitenhalt, und das Lenkrad lässt sich nur ein kurzes Stück weit axial verstellen. Für korrekte Armhaltung muss der Sitz weit nach vorn gerückt werden, dann aber wird der Abstand zur Pedalerie sehr knapp und fast schon unkomfortabel.

          Auf längeren Strecken führt das schon mal zu Verspannungen. Gut ablesbare Instrumente und ein umständlich zu bedienender Bordcomputer mit den Daten über Reichweite, durchschnittlichen und aktuellen Verbrauch und Fahrtstrecke melden den Stand der Dinge.

          Raumangebot
          Das Raumangebot des kleinen Suzuki ist überraschend gut. Auch die hinteren Türen sind groß geschnitten. Sie gewähren Einlass in einen Fond, in dem sogar stämmigere Figuren bequem sitzen. Für Kopf und Beine herrscht eine gewisse Großzügigkeit.

          Kofferraum
          Das Volumen des Kofferraums von wenigstens 211 Liter geht für einen Kleinwagen ebenfalls in Ordnung, wer die Lehnen der Rückbank asymmetrisch geteilt nach vorn klappt, erhöht das Volumen auf 902 Liter. Das aber ist nicht einfach, denn die Ladekante ragt ungebührlich weit in die Höhe, außerdem wird die Abdeckung des Kofferraums beim Öffnen der Heckklappe nicht automatisch mit nach oben gezogen.

          Der schmale Spalt reicht zum Verladen größerer Gepäckstücke nicht. Störend ist zudem die hohe Stufe zwischen Kofferraumboden und der geklappten Rückbank, das haben andere besser gelöst.

          Motor
          Als Diesel mit 1,3 Liter Hubraum und 55 kW (75 PS) ist der Swift nur mit der Club-Ausstattung und vier Türen zu haben. 15.490 Euro stehen in der Preisliste, wobei durchaus Gegenwert geboten wird. So leistet sich der Swift den Luxus eines schlüssellosen Startsystems, der Diesel springt auf Knopfdruck mit vernehmlichem Knurren an. Im Leerlauf ist seine Geräuschentwicklung noch erträglich, bei etwa 3000 Umdrehungen je Minute jedoch entwickelt er ein kräftiges Dröhnen, die Karosserie gibt sich dabei als üppiger Resonanzkörper.

          Getriebe
          Dass diese Drehzahl im größten und fünften Gang des leicht zu schaltenden, manuellen Getriebes schon bei Tempo 130 anliegt, macht das Reisen nicht angenehmer. Windgeräusche und laut rumpelndes Abrollen der Reifen auf ihren 15-Zoll-Rädern erschweren die Unterhaltung an Bord zusätzlich.

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