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Fahrtbericht Skoda Yeti : Unterwegs mit einem Lächeln und Traktion

  • -Aktualisiert am

Einen formidablen Allradantrieb und 18 Zentimeter Bodenfreiheit Bild: Hersteller

Skoda wächst weiter. Mit dem Yeti startet die Erfolgsmarke des VW-Konzerns in der Klasse der Kompakt-SUV. Der Wagen will im Gelände glänzen und Sympathien wecken.

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          Können Autos treu sein? Wir wissen es nicht. Zuverlässig gewiss, haltbar oder unverwüstlich. Aber treu? Nun, wenn überhaupt ein Wagen dieses Attribut in Anspruch nehmen darf, dann ist es der Yeti, der kompakte Geländewagen von Skoda. Lieb guckt er seinem Betrachter in die Augen, lächelt und zieht effektvoll die Augenbrauen hoch. Ganz possierlich. Trittsicher ist er im Gelände, geht durchs Gehölz wie die Großen, sofern man sich für die allradgetriebene Ausgabe des vierbeinigen Yeti entscheidet. 27.590 Euro kostet die Version mit dem Zweiliter-Diesel.

          Genau 4,36 Meter streckt sich das Tierchen lang. Damit hegt es keinen Anspruch auf Führerschaft im SUV-Rudel. Begehrlichkeiten der Rivalen kommen nicht auf, dennoch sollten sie sich in Acht nehmen. Der Yeti ist bei aller Lieblichkeit seiner Statur ein versierter Geländegänger. Seine Väter haben ihm all jene Gene mitgegeben, die für das Bestehen auf schwierigem Terrain notwendig sind. Einen formidablen Allradantrieb und 18 Zentimeter Bodenfreiheit, empfindliche Sinne in Form von elektronischen Helfern und Sensoren, die bergauf oder bergab ebenso unterstützen wie bei der Orientierung. Den Weg zurück ins Nest findet der Yeti allemal dank einer besonderen Navigationssoftware, die auch ohne kartographiertes Gelände auf den eigenen Spuren zurückzukehren hilft.

          Deutlich abgesetzter Kotflügel

          Die nach vorn geneigte Haube und dazu deutlich abgesetzte Kotflügel geben dem Gelände-Skoda eine robuste Statur. Sie machen aber den Blick vorwärts zur vagen Angelegenheit, besonders übersichtlich ist der Vorderwagen nicht. Es empfiehlt sich der Parkassistent vorn für 290 Euro. Für 480 Euro Aufpreis kann man den Yeti halbautomatisch in die Parklücke rangieren. Angenehm weit öffnen die Türen, und trotz erhöhter Bodenfreiheit ist der Weg in den Innenraum kein Aufstieg. Innen empfängt den Fahrer und seine Passagiere die wunderbare Rezeptur aus klarer Sachlichkeit und wertiger Eleganz, die Skoda mittlerweile beinahe besser beherrscht als das Mutterhaus VW. Zumindest in der Ausstattungsversion Ambition, bei der Zierat wie Aluminiumleisten am Armaturenbrett, Edelstahlverkleidungen der unteren Türrahmen oder akzentuierte Lichteffekte bei Nacht zum Umfang gehören.

          Eine sehr umfangreiche Ausstattung, feine Reisetauglichkeit, angemessener Verbrauch und ein anständiges Platzangebot Bilderstrecke
          Eine sehr umfangreiche Ausstattung, feine Reisetauglichkeit, angemessener Verbrauch und ein anständiges Platzangebot :

          Die Sitze sind tadellos und geben guten Seitenhalt, dank des in zwei Ebenen verstellbaren kleinen Lenkrads findet sich schnell und mühelos eine passende Sitzposition. Die ist zwar ebenso komfortabel wie praxisgerecht, aber eignet sich nicht für einen klaren Ausblick auf die Skalen der Instrumente. Bei angenehmer Lenkradstellung versperrt dessen oberes Drittel den Blick auf Tacho und Drehzahlmesser, gerade der häufig tempolimitrelevante Skalenbereich von 80 bis 120 km/h lässt sich dann nur mit devot geneigtem Kopf ablesen. Der Monitor des klugen Navigationssystems mit dem passenden Namen Amundsen sitzt ebenfalls nicht im rechten Winkel und zu weit unten in der Mittelkonsole. Bei visueller Wegweisung schweift der Blick zu häufig und zu weit vom Verkehrsgeschehen ab. Dafür sind die übrigen Bedienelemente eindeutig gekennzeichnet und lassen sich beinahe intuitiv benutzen, alle Schalter und Hebel fassen sich griffsympathisch an, auf Tuchfühlung geht man mit dem Yeti gern.

          Er schnurrt munter, aber laufruhig

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