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Fahrtbericht : Nicht nur für sieben Zwerge, aber besser im Gelände

  • -Aktualisiert am

Das Herz der Automobilindustrie schlägt derzeit in Paris Bild: Volvo AG

Mit dem XC90 stellt Volvo endlich einen Wagen der SUV (Sport Utility Vehicles) Klasse vor. Obwohl etwas mehr Geländegängigkeit schön gewesen wäre reist im XC90 auch auf kurvigen Strecken die Sicherheit in der vordersten Reihe mit.

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          Volvo hängt sich spät an den Zug, zu dem sich die neuen Autos der Klasse SUV, Sport Utility Vehicles, formiert haben. Aber, wie's der Schwede gerne macht, nach langer Vorbereitung mit der nötigen Hingabe und Sorgfalt. Der XC90, ein mächtiger, 4,8 Meter langer und bis zu 2,73 Tonnen schwerer Wagen, trägt die typischen Wesenszüge der Marke und beansprucht das Attribut gesteigerter Sicherheit. Die kantige Karosserie verspricht ihren Passagieren viel Platz und sicheren Transport. Die Geländeeigenschaften, die andere Vertreter der Klasse augenfälliger zu Markte tragen, spielen für Volvo eine eher untergeordnete Rolle.

          Dafür kann der XC90 - als D5-Premium-Version kostet er 44.030 Euro - den Meister bei der Personenbeförderung abgeben. Sieben Plätze bietet er an, das Gestühl in der letzten Reihe verwöhnt mit überraschendem Komfort, und selbst der Weg dorthin läßt sich ohne besonderes Geschick halbwegs stilvoll bewältigen. Bis zur Mittelstrecke können sich Erwachsene weitgehend schmerzfrei transportieren lassen, nur für die weite Reise empfiehlt sich die hinterste Bank eher kleineren Mitfahrern. Werden die beiden einzelnen Sessel nicht gebraucht, verschwinden sie nahtlos im Boden, wer dann noch die eigentliche Rückbank umklappt, was ohne Demontage der Kopfstützen möglich ist, erhält eine üppige Ladefläche und bis zu 1.837 Liter Stauraum. Das Ladevolumen ist nicht zuletzt aufgrund der weit öffnenden Heckklappe beeindruckend, selbst Sperrigstes läßt sich unterbringen, das Beladen selber ist dagegen schwierig. Gut 80 Zentimeter muß das Transportgut in die Höhe gehievt werden, hinderlich ist auch der untere Teil der Heckklappe, der separat zu öffnen ist und nach unten in die Waagerechte klappt. Zwar lassen sich die gewichtigen Dinge kurz abstellen und von dort ins Abteil hineinschieben - dafür, daß dies bis zum Anschlag an die Lehnen der Rückbank oder gar bis zu den Vordersitzen gelingt, ist kein Arm dieser Welt lang genug. Variabel ist der sachlich und funktional gestaltete Innenraum jedoch auch durch die dreifach geteilt klappbare Rückbank. Je nach Format des Gepäcks können die Bankdrittel nach vorn umgelegt werden. 112 Zentimeter Laderaumhöhe, knapp 1,3 Meter Breite und maximal 2,09 Meter Länge bieten dann vielfältige Möglichkeiten, den Transport zu bewältigen.

          Der Dieselmotor ein zartes Stimmchen

          Der Fahrerplatz im XC90 ist nach bewährter Volvo-Manier geschnitten. Übersichtlich angeordnete und gut ablesbare Instrumente bilden das Zentrum des Armaturenbretts, der Bordcomputer ist ebenso leicht zu bedienen wie der Tempomat. Trotz der Vielzahl von Tasten, Drehstellern und Hebeln erklärt sich der Wagen seinem Fahrer von selbst und erfordert kein langes Studium der Bedienungsanleitung vor Fahrtantritt. Die Sitze vorn sind breit und bequem, der Fahrer kann Fläche und Lehne bei der Premium-Version des XC90 elektrisch in die richtige Position schnurren lassen. Mit dem Seitenhalt haben die lederbezogenen Sessel freilich kein besonderes Abkommen, unweigerlich hält der Fahrer das Lenkrad fester, wenn es mal zügig um die Kurven geht; der Beifahrer kann zum Festhalten den Griff an der A-Säule nutzen, der kleineren Passagieren gute Dienste beim Einsteigen leistet. Ablagen gibt es in ausreichender Zahl, das Handschuhfach ist von akzeptabler Größe, und die Mittelkonsole mit CD-Fach und einer zum Fond hin klappenden Ablage ist eine pfiffige Lösung.

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