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Fahrtbericht Mitsubishi ASX : Günstiges X für ein U

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z., Hersteller

Der Mitsubishi ASX gibt sich als kompaktes, aber geräumiges SUV. Doch er sucht sein Heil nicht im Gelände, sondern auf der Straße. Denn ihm fehlt in den meisten Versionen der Allradantrieb und ein durchzugsstarker Motor.

          4 Min.

          Der ASX von Mitsubishi will uns wie viele seiner Kollegen ein X für ein U vormachen. Gilt doch der drittletzte Buchstabe im Alphabet gemeinhin als Symbol für einen Allradantrieb. Den aber hat die Mehrzahl der ASX-Versionen nicht, sie werden nur über die Vorderräder angetrieben. Das spart Sprit, dafür müssen Abenteuer auf schwierigen Offroadstrecken tabu bleiben.

          Mit dem ASX, der auf dem größeren Outlander basiert, versucht Mitsubishi wieder zu alter Stärke zu gelangen, nachdem das frühere Zugpferd Pajero (einst meistverkaufter Geländewagen in Deutschland) wegen unakzeptabler Konsumgewohnheiten und nicht mehr so häufig gefragter Geländetauglichkeit für die Marke deutlich an Bedeutung verloren hat.

          Design Außen
          Zu Preisen von 17.990 Euro an gibt es nun den frontgetriebenen, 4,23 Meter langen ASX mit einem 1,6-Liter-Benzinmotor, der 86 kW (117 PS) leistet. Die Form des rund 1310 Kilogramm schweren Mitsubishi zeigt auffällige Familieneigenheiten. Den trapezförmigen, nach vorn gewölbten Kühlergrill tragen heute auch die Markengeschwister Lancer und Colt. Jet Nose nennen die Designer diese Form, die den Wagen zwar unverwechselbar macht, aber nicht jedem gefällt. Sie lehnt sich an den Bug japanischer Düsenjäger aus vergangenen Tagen an; etwas weniger martialisches Gehabe wäre eher willkommen.

          Nach der kurzen Motorhaube wirkt die Gestalt des ASX weniger aufgeregt, klare Flächen und ein funktionales Design bringen angenehme Ruhe ins Gesamtbild. Leichtmetallräder im 16-Zoll-Format verleihen dem Wagen optisch einen soliden Auftritt, die Allradversionen, die ausschließlich mit einem 1,8-Liter-Diesel angeboten werden, rollen auf 17-Zoll-Rädern.

          Design Innen
          Farben und Materialien sind mit Bedacht ausgewählt, sie wirken nicht zu trist, obwohl der Grundton zwischen Grau und Anthrazit changiert. Kontraste setzen die silbrig schimmernden Dekor-Einlagen an der Mittelkonsole, hier sind zudem die Audioanlage und die Bedienung der Heizung untergebracht.

          Die Ausstattung der Funktionseinheit orientiert sich an der haptischen Basis. Mit einfachen Drehstellern wird das Klima kontrolliert; das ist keine anspruchsvolle, aber eine durchaus praktische Lösung. Die Klimaautomatik gehört bei der Edition-Version zum Standard, auch das Radio ist serienmäßig an Bord.

          Sitzplätze
          Der Innenraum des ASX ist wohlbemessen zugeschnitten. Auf den vorderen Plätzen herrscht Großzügigkeit, der Fahrer findet am lederbezogenen Drei-Speichen-Lenkrad schnell eine angenehme Position. Die Sitze, die ordentlichen Seitenhalt in Kurven gewähren und dank einer nicht zu weichen Polsterung guten Langstreckenkomfort bieten, lassen sich schnell und genau einstellen, das Volant kann in zwei Wegen in einer passenden Stellung justiert werden.

          Ablagen
          Die Ablagemöglichkeiten sind wohlüberlegt verteilt und von ausreichender Größe. Hilfreich ist der rutschfeste Bodenbelag, der in etlichen Fächern verlegt ist, das bewahrt Schlüsselbund und Handy vor ungewollten Bewegungen in Kurven. Einzig am Volumen des Handschuhfachs hat Mitsubishi gespart: Ein Atlas passt nicht hinein, und selbst für ein mitgeführtes mobiles Navigationsgerät ist der Platz knapp.

          Rückbank
          Dafür können es sich die Passagiere im Fond wirklich gemütlich machen. Die Knie stoßen kaum an die Lehnen der Vordersitze, man kann mit den Füßen unter die vorderen Sitzkonsolen schlüpfen und sie dort bequem hinstellen. Die Lehnen der Rückbank lassen sich zweifach gerastet in ihrer Neigung verstellen; selbst wenn sie so weit wie möglich nach hinten geschwenkt werden, misst der Kofferraum noch 419 Liter.

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