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Fahrtbericht Mazda MX-5 2.0 MZR Expression : Für die Leichtigkeit einer offenen Zweier-Beziehung

  • -Aktualisiert am

Knackiger Roadster mit straffer Federung: Mazda MX-5 Bild:

Man muß ihn einfach gern haben. Knapp in der Form, klar in der Aussage und dennoch mit einem ordentlichen Platzangebot hat der Mazda MX-5 auch in seiner dritten Generation keine der Stärken seines offenen Charakters verloren.

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          Man muß ihn einfach gern haben. Knapp in der Form, klar in der Aussage und dennoch mit einem ordentlichen Platzangebot hat der Mazda MX-5 auch in seiner dritten Generation keine der Stärken seines offenen Charakters verloren. Es ist kein Zufall, daß er einer der erfolgreichsten Roadster geworden ist.

          Jetzt gibt es in neuer und dennoch vertrauter Karosserie eine umfangreichere Ausstattung, und vor allem einen stärkeren Motor, der dem leichten Zweisitzer mehr Agilität verleiht, als seinen Vorfahren innewohnte. 118 kW (160 PS) liefert der Vierzylinder aus zwei Liter Hubraum. 27190 Euro kostet die Spitzenversion des Mazda MX-5. Garniert mit ein paar Extras wie Lederausstattung samt Sitzheizung, CD-Wechsler, Metallic-Lackierung sowie schlüssellosem Zugangs- und Startsystem, zu dem eine Alarmanlage mit Innenraumüberwachung gehört, nähert sich die Kaufsumme der 30000-Euro-Grenze ganz dicht.

          Die Gestalt des Roadsters bleibt schlank, wirkt dabei kraftvoll und dynamisch. Eine Keilform ist nur sanft angedeutet, trotzdem strebt die knapp vier Meter lange Karosserie nach vorn. Klare Linien haben die Rundungen des Vorgängermodells abgelöst, der große Lufteinlaß im vorderen Stoßfänger giert nach dem Asphalt. Angedeutete Kotflügel über den Rädern betonen deren 17-Zoll-Format, die Leichtmetallfelgen, die zur teuersten Ausstattungsvariante Expression dazugehören, sitzen an den äußersten Ecken der Karosserie. Das Einsteigen freilich ist kein Spaß, wenn der Roadster an einer hohen Bordsteinkante parkt. Dann heißt es eine ebenso artige wie tiefe Verbeugung zu machen, wie sie dem höflichen Japaner zur Ehre gereichte. Zumindest wenn das Stoffverdeck geschlossen ist, besteht die Forderung nach körperlicher Gelenkigkeit, um auf den Fahrerplatz zu rutschen. Das Raumangebot ist sogar für Menschen mit 1,84 Meter Längenmaß sehr anständig, tief gleitet der Rücken über glattes Leder nach unten, Hüften und Taille werden fein von dicken Seitenführungen gehalten, und das Lenkrad wacht über das Armaturenbrett wie die Golden-Gate-Brücke über San Francisco. Glücklicherweise ist es zumindest in der Höhe verstellbar, der kräftige Kranz ist mit sanftem Leder bezogen und fühlt sich an wie die Haut eines reifen Pfirsichs. Die Mittelkonsole bietet allerlei Ablagemöglichkeiten, man sollte sie jedoch nicht mit Getränkedosen beladen, denn die stören beim Schalten des Sechsganggetriebes den Bewegungsablauf. Schwarze Intarsien glimmen matt am Armaturenbrett, die Instrumente werden von glänzenden Metallringen eingefaßt und sind mit ihren nachts rot schimmernd beleuchteten Skalen gut ablesbar.

          Bild: F.A.Z.

          Die niedrige Sitzposition nur wenige Zentimeter über dem Asphalt und die hohe Gürtellinie erschweren den Überblick, allerdings entsteht ein schöner Eindruck der Geborgenheit im Mazda-Roadster. Der verstärkte Rahmen der Frontscheibe soll die Insassen in Verbindung mit den Überrollbügeln hinter den Sitzen bei einem Überschlag schützen, vier Airbags gehören ebenso wie ESP zum Sicherheitspaket. Und damit auch Schwächere bei einem Zusammenstoß nicht unter der steifen Karosserie des MX-5 leiden müssen, ist die flache Motorhaube mit einer Wabenstruktur aus Aluminium nachgiebig gemacht worden, so kann sie Aufprallenergie bei einem Fußgängerunfall aufnehmen.

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