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Fahrtbericht Mazda CX-5 : Der späte Vogel will den Wurm

  • -Aktualisiert am

Bild: Hersteller

Ein Kompakt-SUV von Mazda hat lange auf sich warten lassen. Jetzt aber zeigt der CX-5 mit Variabilität und Durchzugsstärke Qualitäten, mit denen das Wettbewerbsfeld von hinten aufgerollt werden soll.

          4 Min.

          Lange hat sich der japanische Autohersteller mit dem größeren CX-7 begnügt und hilflos zugesehen, wie andere in der so beliebten SUV-Klasse mit bis zu vier verschiedenen Baureihen um Kunden buhlten. Jetzt endlich geht der CX-5 in Deutschland ins Rennen, zu Preisen von 23.490 Euro an und mit einer wohlgeratenen Gestalt, die auf breite Zustimmung trifft.

          Gilt der Benziner als etwas kurzatmig, bringt der 2,2-Liter-Diesel mit 110 kW (150 PS) ein ordentliches Durchzugsvermögen mit und erfüllt in der Topversion „Sports-Line“ außerdem hohe Komfortansprüche. Als Grundmodell gibt es ihn auch mit reinem Frontantrieb, die feinsten Ausstattungen sind grundsätzlich mit permanentem Allradantrieb kombiniert.

          Design Außen

          4,56 Meter lang ist der CX-5, der Fünf-Punkt-Kühlergrill steht sehr senkrecht am Bug, die Flanken ziert eine schmucke Schattenlinie und teilt die großen Flächen. In den Radhäusern drehen sich Leichtmetallräder, bei „Sports-Line“ im üppigen 19- Zoll-Format. Das hohe Heck ist zurückhaltend gestaltet, es wird wohl kaum polarisieren, aber auf Dauer auch nicht langweilig wirken.

          Design Innen

          Der Innenraum soll ebenfalls nicht den Atem rauben, sondern gefällig und ein bisschen edel sein. Lederbezüge für Sitze und Lenkrad gehören zum Lieferumfang, glänzender Klavierlack und sparsam eingesetzte Edelstahl- oder Chromverzierungen lockern das dunkel gehaltene Interieur auf. Die Materialwahl findet Zustimmung, Bezüge und Verkleidungen fassen sich angenehm an, keine schlecht entgratete Kante stört das Qualitätsempfinden.

          Motor

          Auf Knopfdruck springt der Vierzylinder-Diesel an, läuft leise und ohne nennenswerte Vibrationen im Leerlauf mit knapp 900 Umdrehungen in der Minute. Er ist ausschließlich mit einem manuell zu schaltenden Sechsganggetriebe zu haben, eine 1800 Euro kostende sechsstufige Automatik ist nur für den stärkeren Diesel (129 kW/175 PS) oder den Benziner im Angebot.

          Getriebe

          Aber die Gänge lassen sich per Hand mühelos und flink wechseln, die Schaltkulisse ist fein definiert, in die falsche Gasse zu geraten ist so gut wie ausgeschlossen. Auch das Zusammenspiel von Gasannahme des Selbstzünders und der leichtgängigen Kupplung ist mustergültig, der Diesel tritt kräftig an, Anfahrschwächen kennt der CX-5 nicht.

          Leistung

          Selbst bei zügiger Fahrt hat die doppelt aufgeladene Maschine genügend Reserven für einen Zwischenspurt. Dabei muss nicht einmal zurückgeschaltet werden, um beim Fahrspurwechsel das Tempo flink zu erhöhen.

          Reichlich Drehmoment steht auch bei noch niedrigeren Drehzahlen bereit. In der Stadt bei Tempo 50 km/h tuckert der Selbstzünder mit nur wenig mehr als 1000 Umdrehungen in der Minute willig und stotterfrei vor sich hin. Selbst bei dieser niedrigen Drehzahl reagiert er ohne zu Murren auf das Gaspedal, die Elastizität ist beeindruckend.

          Gewicht

          Trotz aller Kniffe des Leichtbaus ist der CX-5 ein schweres Fahrzeug. Die Herstellerangabe von 1400 Kilogramm Leergewicht straft die Waage Lüge, satte 160 Kilogramm mehr wurden unbeladen ermittelt. Die umfangreiche Serienausstattung mag einer der wesentlichen Gründe dafür sein.

          Verbrauch

          Der Treibstoffkonsum bewegt sich dennoch im Rahmen. Ein Mittelwert von 6,1 Liter Diesel für 100 Kilometer ist in dieser Klasse kein Rekord, aber durchaus lobenswert. Die Start-Stopp-Automatik stellt den Motor beim Halt an der Ampel behutsam ab und erweckt ihn auch nicht minder sanft wieder zum Leben. Wer die Klimaanlage eingeschaltet hat, genießt die Stille jedoch nur für kurze Zeit.

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