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Fahrtbericht : Geprüft: Ford Fusion 1.4 TDCi

  • -Aktualisiert am

Gelungene Kreuzung aus Kombi und Minivan Bild: Hersteller

Der knuffige und praktische Ford Fusion auf Fiesta-Basis hat zwar nicht, wie seine Väter behaupten, eine neue Auto-Kategorie geschaffen: Der aufs Haar gleich große Mitsubishi Space Star war schon drei Jahre früher da. Aber die gelungene Kreuzung aus Kombi und Minivan mit ein bißchen SUV-Grimmigkeit kommt gut an, und daß ihre praktischen Seiten nicht nur im Prospekt stehen, bestätigte unser großer Fahrtbericht (F.A.Z. vom 10. Dezember 2002).

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          Der knuffige und praktische Ford Fusion auf Fiesta-Basis hat zwar nicht, wie seine Väter behaupten, eine neue Auto-Kategorie geschaffen: Der aufs Haar gleich große Mitsubishi Space Star war schon drei Jahre früher da. Aber die gelungene Kreuzung aus Kombi und Minivan mit ein bißchen SUV-Grimmigkeit kommt gut an, und daß ihre praktischen Seiten nicht nur im Prospekt stehen, bestätigte unser großer Fahrtbericht (F.A.Z. vom 10. Dezember 2002).

          Wir schauten uns jetzt die Diesel-Version 1.4 TDCi näher an. Ihr Turbomotor ist ein Gemeinschaftsprodukt mit der PSA-Gruppe (Peugeot/Citroën), der Vierzylinder leistet 50 kW (68 PS) und bringt es auf ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen je Minute. Um es gleich vorweg zu sagen: Er hat uns nicht begeistert, aus mehreren Gründen. Generell gilt, daß man bei Dieselmotoren am Hubraum nicht sparen sollte. Der Fusion wiegt mehr als 1.100 Kilogramm, und da muß ein Triebwerk her, das aus dem vollen schöpfen kann. Der 1,4-Liter kann das nicht, und so genießt man hier kaum jemals die neue, von sattem Durchzug und bärigem Antritt getragene Diesel-Lust. Und weil man das Fahrpedal sehr oft voll durchtreten und häufiger als gewohnt herunterschalten muß, ist es auch mit der Sparsamkeit nicht weit her. Wir kamen auf einen Durchschnitt von 6,1 Liter je 100 Kilometer mit Spitzen nahe 7 Liter, der 45-Liter-Tank ist da nach Diesel-Maßstäben schon nicht mehr langstreckentauglich.

          Kein angenehmer Umgang

          Mit schuld ist natürlich der hohe Luftwiderstand der Karosserie, der auch die Geschwindigkeit auf 158 km/h begrenzt. Unser offenbar nicht sehr leistungsfreudiges Exemplar beschleunigte nur in 18,4 statt (Werksangabe) 15,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und nahm sich im - allzu lang übersetzten - 5. Gang von 50 auf 100 km/h sage und schreibe 27,2 Sekunden Zeit (17,8 im 4. Gang). Also: Ein schöner 1,9- oder 2,0-Liter-Diesel, vielleicht noch mit Rußfilter nach PSA-Art, stünde dem netten Fusion viel besser zu Gesicht. Enttäuscht waren wir auch von der Akustik des Motors. Trotz modernster Common-Rail-Einspritzung läuft er rauh und selbst warmgefahren noch mit Nagelgeräuschen. Gar nicht angetan zeigte er sich von Temperaturen um minus zehn Grad, da brauchte er eine Weile, um zu einem stabilen Leerlauf zu finden. Unter weniger arktischen Verhältnissen erwärmt er sich aber für einen Direkteinspritzer erfreulich schnell.

          Rückleuchten neben dem Heckfenster werden besser gesehen

          Die Diesel-Version ist im Moment der teuerste Fusion, mit dem mittleren, Trend genannten Ausstattungsniveau hat er einen empfohlenen Preis von 15.775 Euro. Dafür bekommt man ein ansehnliches Paket, dem als wichtige Einzelheiten nur das ESP (385 Euro Aufpreis), die seitlichen Kopf-Airbags (220 Euro), die Klimaanlage (1.110 Euro) und die Sitzheizung vorn (170 Euro) fehlen. Unser Exemplar kam mit noch einigen anderen Extras auf gut 18.000 Euro. Mit dem 100-PS-Benzinmotor, zum Beispiel, wäre er ein paar Euro günstiger und im Umgang angenehmer gewesen.

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