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Fahrtbericht: Ford S-Max 2.5 T : Mit großem Volumen und sportlichen Genen

  • -Aktualisiert am

Kühn und emotional geschwungene Linien Bild: Hersteller

Der kleine Bruder vom Ford Galaxy bietet viel Fahrspaß und ein großzügiges Raumangebot. Dafür ist der Motor reichlich durstig und die Frontpartie mächtig. Mit den richtigen Extras ausgestattet kommt aber dennoch ein elegantes Familieauto dabei raus.

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          Die Nische für große Autos ist gar nicht klein. Zusammen mit dem neuen Van Galaxy hat Ford ein Modell vorgestellt, das sich wegen seiner kühner und emotionaler geschwungenen Linien deutlich von den üblichen Kastenformen der Gattung abwendet. S-Max heißt die im Vergleich zum Galaxy fünf Zentimeter kürzere Version, ihre Spitzenmotorisierung gibt dem S im Namenszug, das wohl oder übel Sport bedeuten soll, seine Berechtigung. 162 kW (220 PS) leistet der turbogeladene 2,5-Liter-Fünfzylinder, er verleiht dem Fronttriebler beachtliche Fahrleistungen und treibt den Basispreis um rund 7000 auf 31 450 Euro für die höchste Ausstattungsstufe Titanium.

          Fast 4,8 Meter streckt sich der viertürige Sportvan in die Länge und schiebt dabei einen mächtigen Bug vor sich her. Der Überhang ist nicht zwecks Fußgängerschutz weit nach unten gezogen, Wabengitter vor den Lufteinlässen stützen mit ihrer martialischen Anmutung den kraftvollen Auftritt. Hinter den angedeuteten Kotflügelverbreiterungen vorn lassen Kühlschlitze die Hitze von Motor und Bremsen entweichen. Von der Seite betrachtet, kann der Sportmax seine Wahlverwandtschaft nicht verleugnen; trotz der im Gegensatz zum Galaxy stark nach hinten abfallenden Dachlinie hat er Van-Statur, darüber können die bis zum Heck kräftig angeschrägten Flanken unter den D-Säulen nicht hinwegtäuschen. Sie stehen allerdings dem Gedanken an große Volumina eher entgegen, wir schätzen, die nicht der Funktion folgende Form schränkt das Stauvolumen des S-Max um etwa 100 Liter ein.

          Tolles Raumgefühl dank Panoramadach

          Allerdings kann man sich nicht über einen zu klein geratenen Kofferraum beklagen. 775 Liter bei voller Besetzung (fünf Sitze) stellt Fords Raumkönig bereit. Das Maximum erreicht, wer die drei Einzelsitze im Fond in ihre vorderste Position rückt. Selbst dann und bei vollständig zurückgeschobenen Vordersitzen hocken mittelgroße Menschen hinten eben noch bequem, Raum für die Ellbogen und über dem Kopf ist reichlich vorhanden. Noch mehr Komfort stellt sich mit dem Zurückfahren der Sitze um rund 20 Zentimeter ein. Jeder Passagier kann seine Position individuell einstellen, die Neigung der Rückenlehne variieren, die Sitzfläche macht die Bewegung mit, und stets findet sich eine passende Einstellung.

          Fast 4,8 Meter streckt sich der viertürige Sportvan in die Länge

          Das Raumgefühl gewinnt durch das große Panoramadach über den Köpfen, das seine 785 Euro extra wert ist. Zum Vergrößern des Kofferraums lassen sich die Lehnen im Fond umklappen, das geht mit links, nur beim Aufstellen muß die rechte Hand mithelfen. Wenn der S-Max zum Schulbus oder Kindergarten-Expreß gemacht werden soll, empfiehlt sich die Anschaffung der dritten Sitzreihe für 775 Euro. Dann kann der Sportvan außer dem Fahrer sechs Passagiere befördern, auf der hintersten Reihe sollten diese jedoch noch im Kindesalter sein, sonst wird es arg eng im Heck. Die Fahrerposition ist höher als in herkömmlichen Limousinen, es wird überdies ein vorzüglicher Seitenhalt geboten. Der schmeichelnde Bezug aus Leder und Alcantara steigert das Wohlbefinden nochmals, leert die Kasse aber um 1760 Euro.

          Mäßig gelungene Verzierung des Interieurs

          Das ausladende Armaturenbrett überspannt eine weite Fläche bis zur schräger als beim Galaxy stehenden Windschutzscheibe und ist mit griffsympathischem Material bezogen. Es droht hier jedoch schnelle Verschmutzung bei mangelnder Reinlichkeit, sonderlich pflegeleicht wirkt der Bezug nicht. Mittig thront ein Fach mit Klappe auf der Schalttafel, darunter finden sich Navigation und Audio-System, der Farbmonitor sitzt in passender Höhe und ist gut abzulesen, darunter die Bedienung der Klimaautomatik. Der Handbremshebel macht seinem Namen keine Ehre mehr. Er ist zum Griff geworden, der nun quer über die Mittelkonsole ragt und dabei die Schalter der Sitzheizungen beschattet. Die Armlehne mit einem großzügigen Fach darunter schließt den Lauf der Mittelkonsole ab, Ablagen und Getränkehalter finden sich in ausreichender Zahl.

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