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Fahrtbericht BMW X5 M50d : Der haut den stärksten Mann um

Dieser Anblick hat seinen Preis: Der BMW X5 M50d Bild: Hersteller

Geländewagen oder besser SUV verkaufen sich nach wie vor wie geschnitten Brot. BMW ist spät in den Markt eingestiegen, mischt aber längst kräftig mit. Und bald kommt auch noch der X4.

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          Bei allem Hype um die großen Wagen: Noch baut BMW in erster Linie Limousinen, die X-Reihe macht in Deutschland nur ein gutes Fünftel (22,8 Prozent) der Verkäufe aus. Andererseits werden vom X5 deutlich mehr Einheiten abgesetzt als vom 7er (2013: 5618 zu 3044 Stück) und das, obwohl die neue Generation des dicksten Bajuwaren im vergangenen Jahr schon kräftig an der Tür klopfte. Seit dem 18. Januar ist sie nun im Handel, und BMW setzt damit ein kräftiges Ausrufezeichen.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Äußerlich kaum verändert, hat das 4,86 Meter lange SUV im Innenraum deutlich gewonnen, die verwendeten Materialien sind jetzt dem Premium-Anspruch der Münchner angemessen. Und reichlich Platz gibt es auch, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe. Sogar der dritte Mann im Fond sitzt nicht ganz so schlecht wie sonst allgemein üblich. Und gegen Aufpreis (1470 Euro) wird der X5 mit einer dritten Bank zum Siebensitzer. Die Bank knabbert dann etwas an dem großen Kofferraumvolumen (650 Liter), in unserem Wagen war sie nicht eingebaut.

          Der Bayer beschleunigt in 5,6 Sekunden von 0 auf 100 Kilometern pro Stunde

          Ein SUV ist ein Sport Utility Vehicle, und für Utensilien ist wirklich üppig Raum im Heck. Ob die geteilt öffnende Klappe jedoch ein Vorteil ist, muss jeder für sich entscheiden. Der untere Teil, der nach dem Öffnen (elektrisch, auch aus der Ferne) des oberen stehen bleibt, muss von Hand umgeklappt werden. Er macht zwar nur etwa ein Viertel der Klappenhöhe aus, dennoch sind Dinge, die am Ende des einen Meter tiefen Kofferraums liegen, nur schwer zu erreichen. Diese Lösung sei ein Zugeständnis an die amerikanischen Kunden, sagt BMW, die wollten das so, sie nutzen die Klappe gern als Sitzgelegenheit nach ihren Freizeitaktivitäten (der X5 wird in Amerika gebaut).

          Im Kofferraumboden, der nach dem Öffnen von einem Gasdruckheber gehalten wird, ist noch ein riesiges Fach und ein kleineres, da können zum Beispiel die dreckigen Stiefel nach einer Wanderung rein. Links in der Wand ist ebenfalls Stauraum, aber man blickt auf unschöne Kabelstränge und nacktes Blech. Ein Ersatzrad gibt es nicht. Die Kofferraumabdeckung ist ein schweres Trumm, sie bietet zudem ein horizontales Trenn-Netz und lässt sich trotz des Gewichts kinderleicht ein- und ausbauen. Sehr gut: Mit umgelegten Rücksitzlehnen (40:20:40) ergibt sich eine plane Ladefläche von fast 1,90 Meter Länge. Da kann man ordentlich einladen.

          Bayerische Feinmechanik im Cockpit

          Gewaltig sind auch die Kräfte des von der Redaktion bewegten Spitzenmodells der Baureihe. Zwar hat der Dieselmotor keine fünf Liter Hubraum, wie die 50 vermuten lässt, doch dank dreier Turbolader genügen auch drei Liter, verteilt auf sechs Zylinder in Reihe, um für Power zu sorgen: 740 Newtonmeter maximales Drehmoment sind ein Wort, der 4,4-Liter-V8-Benziner des X5 kommt dagegen nur auf 640 Nm. Zugegeben, er hat dafür ein paar PS mehr: 450 statt 381, aber in der Praxis fühlt sich der Diesel potenter an. Kombiniert mit einer fein abgestimmten Achtgang-Automatik (Schaltpaddel fehlen nicht), ergibt sich eine wunderbare Antriebseinheit, die den schweren Wagen relativ leichtfüßig macht. Relativ - denn sein hohes Gewicht kann der X5 nicht verleugnen.

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