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Fahrtbericht-Bilanz 2008 : Was wir bewegten und uns bewegt hat

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Erschöpft von schlechten Nachrichten gibt das vergangene Autojahr den Stab weiter an das Jahr 2009. Die Technik schreitet voran, und wir folgen ihr. Aber der Zeitgeist eilt voraus: Neue Werte will das Land, und wir entdecken sie im Auto.

          8 Min.

          Das Autojahr 2008 ist müde. Erschöpft von schlechten Nachrichten gibt es den Stab weiter an das Jahr 2009, und die Hoffnung stirbt zuletzt: Dass die dunklen Wolken am Autohimmel meist von den Feuern der Wirtschaft und der Aktienmärkte ausgingen, das darf die Techniker nicht beruhigen. Sie könnten durchaus darauf verweisen, dass es bei den Autos des Jahrgangs 2008 an technischem Fortschritt nicht mangelte. Aber notleidende Unternehmen neigen dazu, sich auf Programme zum Überleben zu beschränken. Denn die passive Sicherheit ist als Entwicklungsthema beinahe abgehakt.

          Auch die Erhöhung der aktiven Sicherheit, bei der es um die Straßenlage und um das Bremsvermögen geht, wurde vor allem mit den Möglichkeiten der Elektronik entschieden vorangetrieben. Die Zuverlässigkeit von Motoren und Getrieben war noch nie so hoch wie in der Gegenwart, und die Anwürfe gegen das Auto, mit seinen Abgasen und den darin enthaltenen Partikeln rundherum nur Schaden zu stiften, sind mit Hilfe der Technik fast entkräftet. Jetzt bilden sich neue Autos heraus, die mit Elektro-Antrieb, mit aufwendigsten Reinigungssystemen für das Abgas oder mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden.

          Die viel versprechenden Zusätzen wie „blau“ oder „grün“

          Die Fülle der Modelle, Versionen, Varianten und Typen war im Jahr 2008 nicht mehr zu überblicken. Mit diesem Eingeständnis müssen wir wohl leben: In Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit setzen Autohersteller eben ungern nur auf einen Renner, und die gesellschaftlichen Forderungen nach sparsameren Autos haben dazu geführt, dass neben die bestehenden Typen noch besondere Ausführungen rollten, die mit viel versprechenden (nicht immer alles haltenden) Zusätzen wie „blau“ oder „grün“ in der Modellbezeichnung versehen waren.

          In jeder Kalenderwoche (bis zum heutigen Tag an jedem Dienstag, künftig aber an jedem Samstag) bringt „Technik und Motor“ seinen „Großen Fahrtbericht“ auf der Seite 3. Er versucht seit seiner Installierung vor zwanzig Jahren in „Technik und Motor“ mehrere Absichten zu verbinden: weil es meist Premierenfahrzeuge sind, geht es um die Einordnung, um den technischen Fortschritt, um die Relation von Preis und Produkt sowie um die möglichst verständlich geschilderten Eigenheiten und Eigenschaften des betreffenden Typs. Daneben fährt die Redaktion auch Automobile, die sie im breiten Markt als nicht ganz so wichtig erachtet und publiziert ihre Erfahrungen (“Beschrieben von . . .“) auf der Seite 4, nicht mit der Fahrtbericht-Zeichnung, sondern mit einem Foto, das charakteristisch sein sollte für dieses Auto.

          Der Verbrauch ist eine individuelle Größe

          Hier - und bei den selteneren, aber beachtenswerten Berichten unter dem Titel „Im Grenzbereich“ - erlauben sich die Autoren einen etwas lockereren Umgang in der Beschreibung ihrer Erfahrungswerte. Und unter der Zeile „Geprüft“ werden jene Artikel veröffentlicht, deren Inhalt von Autos handelt, die bereits mit anderen Motor- und/oder Getriebeversionen Gegenstand eines Fahrtberichts waren.

          Nicht zu vergessen sind Motorräder, Wohnmobile und Roller, die mit der gleichen Intensität beachtet und gefahren werden. Da kommt - ein schüchternes Schulterklopfen darf einmal im Jahr wohl sein - eine schöne Menge an Kilometern, Prüfvorgängen, Maßeinheiten und Aufzeichnungen zusammen.

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