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Fahrbericht Seat Ateca : Diesen als Diesel

Bild: Helge Jepsen

Der Seat Ateca ist eines der so beliebten Kompakt-SUV. Ein grundsolider Wagen. Leider verbraucht er mit dem 2,0-Liter-Benziner zu viel Treibstoff. Der gleichstarke Dieselmotor ist die bessere Wahl.

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          Mit dem Ateca stieg Seat 2016 relativ spät in den heißumkämpften Markt der kompakten SUV ein. Immer noch können Autohersteller in diesem Segment fast nichts falsch machen, was angeboten wird und gut ist, wird auch gekauft. So sind mittlerweile zwei Seat-SUV nach dem kompakten Leon in Deutschland die meistverkauften Modelle der spanischen VW-Tochter. Der 4,38 Meter lange Ateca, der jetzt überarbeitet wurde, steht auf Rang zwei, der kleinere Arona folgt auf drei. Mit seinem Raumangebot und seinem großen Kofferraum taugt der Ateca vorbildlich als Familienkutsche.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Bis zu fünf Personen dürfen mitfahren, auch auf der Rückbank fällt das Platzangebot sehr gut aus. Nur der Mittelsitz ist unbequem – wie in fast jedem Auto. Die Mittelarmlehne drückt ins Kreuz, die Sitzfläche ist hart, und die Beine kommen sich mit dem Mitteltunnel in die Quere. Hinter die elektrisch nach oben schwingende Heckklappe passen rechnerisch 485 Liter, die Rückbanklehne kann asymmetrisch geteilt per Hebelzug umgeklappt werden. Es entsteht dann eine fast ebene, knapp 1,70 Meter lange Ladefläche, das maximale Kofferraumvolumen beträgt knapp 1600 Liter. Unser Testwagen überraschte mit einem im Unterboden liegenden Notrad, das hat heute kaum noch ein Testwagen. Seat lässt sich das fünfte Rad im Wagen mit 107 Euro bezahlen, die elektrische Heckklappe kostet 370 Euro, die Fernentriegelung für die Rücksitze 68 Euro, das nur so nebenbei.

          Vorne sitzen zwei Figuren sehr kommod, die Armaturen sind übersichtlich gestaltet und gut abzulesen, auch das Bedienen geht flott von der Hand. Ums Schalten muss man sich nicht kümmern, das erledigt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aufs beste. Die Armaturen sind volldigital, das Navigationssystem überzeugt mit seinem 9,25-Zoll-Schirm, fürs Handy gibt es eine Ladeschale in der Mittelkonsole. Doch Vorsicht, auch das eben Erwähnte muss dazugekauft werden, obwohl der Testwagen als „Xperience“ in der besten Ausstattungslinie neben FR daherkam.

          Mehr Pep vom den Spaniern

          Muss man noch darauf eingehen, dass der Seat eigentlich ein VW ist? Aus dem großen Konzern stammt die gesamte Technik, die Spanier sind dafür zuständig, dem Äußeren mehr Pep zu verleihen, was gut gelingt. Der VW T-Roc und die Ableger Ateca sowie der Škoda Karoq unterscheiden sich schon deutlich. Das gilt auch für die Gestaltung der Innenräume, wenn auch hier viele Hebel, Knöpfe und Schalter Gleichteile sind. Bislang fährt der Konzern mit dieser Strategie bestens, in China werden der Ateca, der sonst bei Škoda in Tschechien produziert wird, und der größere Seat Tarraco in stark abgewandelter Form unter der Marke Jetta gebaut und verkauft.

          Sechs unterschiedliche Triebwerke stellen die Konzernplaner dem Ateca-Kunden zur Wahl, drei Benziner, drei Diesel. Einen Plug-in-Hybriden gibt es nicht. Der Basismotor ist ein kleiner Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 115 PS. Ob man mit dem Maschinchen vernünftig vom Fleck kommt? Im Testwagen war der stärkste Benziner verbaut, der aus doppelt so viel Hubraum und mit einem Zylinder mehr 190 PS holt und dabei 320 Nm Maximal-Drehmoment bietet.

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