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Fahrbericht Renault Kangoo : Freund aus Frankreich

Renault Kangoo Bild: Helge Jepsen

Der Renault Kangoo bleibt auch in seiner dritten Generation ein unaufgeregtes, praktisches Familienauto ohne Schnickschnack. Demnächst fährt er auch elektrisch.

          4 Min.

          Das Auto als solches ist in der Defensive. Eines zu kaufen, weil es schlichtweg Spaß macht, es zu fahren, ist in Teilen der Bevölkerung verpönt. Aber gegen einen Renault Kangoo argumentiert es sich schlecht. Nach Fahrspaß sieht er nicht aus, dagegen verspricht der kastige Freund aus Frankreich schon seit 1997 und seit Kurzem in der dritten Generation viel Platz für die Familie auf kompakter Grundfläche zu einigermaßen erschwinglichen Preisen. Und Papi kann sich am Stammtisch damit brüsten, dass er doch einen halben Mercedes fährt, schließlich wurden der Kangoo und der Citan gemeinsam entwickelt, und sie werden auch gemeinsam gebaut, in Maubeuge in Nordfrankreich. Anders als im Fall der zweiten Generation von 2008, bei der zum ersten Mal kooperiert wurde, hat Stuttgart jetzt mehr technischen Einfluss genommen, was positiv zu werten ist.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Und gewachsen ist der Kangoo auch, um stolze 20 Zentimeter in der Länge und nicht weniger wichtige neun Zentimeter in der Breite. 1,91 Meter sind es jetzt, und Vorsicht, mit den Außenspiegel sind es sogar 2,16 Meter, da kann es in Autobahnbaustellen schon mal eng werden. Dennoch fällt der Wagen mit 4,49 Meter von Stoßfänger zu Stoßfänger noch kompakt aus, es ist im Übrigen fast das Maß des Hauptkonkurrenten VW Caddy. Beide bauen ja reichlich in die Höhe, 1,84 Meter der Renault, der mit dem Beinamen Rapid auch als reines Nutzfahrzeug verkauft wird. Nur für diesen gibt es die „Sesam-Tür“ an der rechten Seite, die so viel Furore macht, weil auf die B-Säule verzichtet wird und so das Einladen von der Seite viel bequemer gelingt.

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