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Fahrbericht Marco Polo : Fernweh ab Werk

  • -Aktualisiert am

Bild: Helge Jepsen

Campen ist angesagt wie nie zuvor. Statt eines Zeltes setzen die Urlauber aber auf Blech und Kunststoff. Der Kompromiss zwischen Reisen und Rasten ist nicht einfach zu finden.

          4 Min.

          Wer vom Hotel hat Überdruss, der kauft sich einen Campingbus. So halten es die Deutschen, die immerhin die führende Reisemobilnation Europas sind, nicht erst seit diesem Jahr. Doch trotzdem steht inzwischen fest: Nie zuvor wurden so viele Campingmobile verkauft wie in diesem Sommer. Die aktuellen Umstände bedingen die riesige Nachfrage. Neben der Vielzahl von Aus- und Aufbauern haben die Autohersteller eigene Freizeitfahrzeuge im Programm. VW blickt mit dem California auf eine lange Tradition zurück, seit geraumer Zeit ist Ford mit dem Nugget vertreten. Und Mercedes-Benz bietet den Marco Polo auf Basis der V-Klasse auf.

          Der 5,14 Meter lange Camper-Van ist rund 15 Zentimeter länger als der VW California und erfreut mit dynamischer Ästhetik. Glatte Flächen, eine markante Kühlermaske und ein Hubdach, das eingeklappt kaum auffällt, könnten ihn als Großraumlimousine durchgehen lassen. Einzig die Markise, die als Extra geordert werden muss, weist diese V-Klasse auf den ersten Blick als Campingmobil aus. Die Schiebetür auf der rechten Wagenseite gleitet elektrisch auf, der Wohnbereich des Marco Polo offenbart den gängigen Grundriss dieser Klasse. Im Heck gibt es eine Sitzbank für zwei, die umgeklappt zum Bett für zwei wird. In Fahrtrichtung links sind die Möbel plaziert. Eine Nasszelle gibt es nicht, der Stauraum ist knapp bemessen. Die große Küchenausstattung kommt nicht unter, dafür lassen sich die sorgfältig verlesenen Kochutensilien in praktischen Schubladen oder Staukästen mit Schiebetür verladen.

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