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Fahrbericht Lamborghini Urus : Audi max

Bild: Helge Jepsen

Die normative Kraft des Galaktischen leitet Lamborghini jetzt in vier Loungesessel mit Raketenantrieb. Das gelingt nur mit einiger Injektion aus Ingolstadt.

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          Keine Sorge. Nur weil erschreckend angenehmer Komfort ausbricht, braucht niemand die Entdeckung der Langsamkeit zu befürchten. Und wer Ferrari schon immer für einen Weicheirenner gehalten hat, ist weiterhin bestens aufgehoben. Lamborghini baut wieder einen Geländewagen, diesmal mit dem Ziel etwas längerer Laufzeit als die der fliegenden Schrankwand LM 002 und im Kleid eines neuzeitigeren SUV. Wenn Lamborghini solches tut, kann das nur bedeuten: Mehr Serienleistung gibt es in keinem anderen rein verbrennungsmotorisch befeuerten SUV.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Weder der Porsche Cayenne noch Bentley Bentayga erreichen die Dynamik des auf der Straße kauernden Urus. Aus dem unter die Haube gequetschten 4,0-Liter-V8 entspringen bei 6000/min 650 PS, von 2250 bis 4500/min liegen erquickliche 850 Newtonmeter Drehmoment an, was, um jene ins Bild zu setzen, die sich darunter wenig vorstellen können, etwa dem Schub der startenden Blue-Fire-Rakete im Europa-Park Rust entspricht. Aus dem Stand schnellt er in 3,6 Sekunden auf 100 km/h, und es empfiehlt sich, im weiteren Verlauf der forcierten Fortbewegung bis zum Erreichen der zumeist ausreichenden Höchstgeschwindigkeit die Atmung wiederaufzunehmen. 305 km/h zeigt dann der Tacho, manchmal geht das, 220 ist das schönere Reisetempo.

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