https://www.faz.net/-gya-9ct3e

Fahrbericht Hyundai Nexo : Brückenbauer über den Wassergraben

Erstes Brennstoffzellenauto von Hyundai: Nexo Bild: Hersteller

Die Brennstoffzelle als Antrieb ist ein Exot. Und wenn das Batterieauto die versprochenen Fortschritte macht, bald mausetot. Oder etwa nicht? Hyundai setzt den Beweis dagegen: Es geht.

          4 Min.

          Berichten wir über Elektroautos, gehen regelmäßig Leserbriefe ein. Die eine Hälfte hält das mit Strom betriebene Auto für die Lösung aller Umweltprobleme, fast genauso viele sehen es ob der bekannten Unzulänglichkeiten in eine Sackgasse fahren. Und dann ist da noch jener kleine Haufen, der hartnäckig das Glück in einem dritten Weg erkennt: in der Brennstoffzelle. Warum wir nicht mehr darüber schrieben? Ganz einfach, weil es jenseits homöopathisch dargereichter Rohrkrepierer keine derart angetriebenen Autos gibt. Besser gesagt, gab. Denn nun kommt der koreanische Hersteller Hyundai mit seinem Modell Nexo daher und leistet sich gleich eine Unverfrorenheit.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Die neue Technik steckt nicht in einem geschmacksverirrten Space Shuttle, sondern in einem adretten SUV-Kleid. Selbiges ist zur Markteinführung gern tarnkappenbombergraumetallic lackiert, ein bisschen zur Schau getragene Avantgarde muss sein. Warum Hyundai dieses Auto baut, ist nicht so leicht zu beantworten. Wir vermuten: weil sie es können. Und nach einigen Tagen gemeinsamen Weges dürfen wir sagen: Sie können es gut. Der Nexo ist angenehmer als die Konkurrenzmodelle von Toyota oder Honda, weitere erwähnenswerte Wettbewerber gibt es nicht. Und doch, die Prognose ist kaum gewagt, wird er in der Nische bleiben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.