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Škoda Octavia Combi : Mit Háček auf allen vieren

  • -Aktualisiert am

Bild: Škoda

Škoda schickt den Octavia RS jetzt auch mit Allradantrieb auf die Reise. Außer flotten Fahrleistungen bringt der kompakte Kombi jede Menge Platz und einen hohen Nutzwert mit.

          4 Min.

          Rund 20 Prozent aller Octavia-Kunden in Deutschland entscheiden sich für die leistungsstärksten RS-Modelle. Da ist es nur ein logischer Schritt, dass die dritte Generation der sportlichen Topversion jetzt endlich auch mit Allrad angeboten wird. Sowohl die Limousine als auch der so beliebte 660 Euro teurere Kombi können damit vorfahren. Die tschechische Volkswagen-Tochter hat die 4×4-Variante aber nicht etwa mit dem schnellsten TSI-Benziner kombiniert, sondern mit dem stärksten Diesel. Und eine weitere Einschränkung gibt es außerdem: Ein Handschalter ist nicht im Programm, die Kraft wird ausschließlich über ein Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an alle vier Räder geleitet. Beides ist kein Nachteil.

          Wie bei allen derzeitigen Allradmodellen von Škoda arbeitet auch im Octavia RS 4×4 ein Antrieb mit elektronischer Drehmomentverteilung und Mehrlamellen-Viscokupplung. Das System verteilt das Drehmoment situationsbedingt zwischen Vorder- und Hinterachse. Auf trockenem Untergrund und unter normalen Fahrbedingungen werden nur die Vorderräder beliefert, erst bei fehlendem Grip schaltet sich die Hinterachse zu.

          Mangels Eis und Schnee während der zwei Testwochen im Juli haben wir das mit dem Octavia Combi RS 4×4 auf regennasser, glitschiger Straße ausprobiert: Selbst beherztes Anfahren brachte die Räder nicht zum Scharren, und auch bei höherem Tempo in schnell durchfahrenen Kehren lag der kompakte Kombi sicher auf der Straße. Unterstützung bietet die elektronische Querdifferentialsperre XDS+, die bei Bedarf mit gezielten Bremseingriffen an einzelnen Rädern die Neigung zum Untersteuern verringert und die Kurvendynamik erhöht. Zum Serienumfang des Octavia gehören ein Sportfahrwerk, das im Vergleich zum Standardmodell um 15 Millimeter tiefer liegt, die Mehrlenkerhinterachse sowie eine neue, progressiv abgestimmte Lenkung.

          Von 0 auf 100 in 7,7 Sekunden

          Der Zwei-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel leistet 184 PS (135 KW), der bullige Selbstzünder wurde für seinen Einsatz im RS 4×4 nicht verändert. Mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmeter bei 1750 Umdrehungen schiebt er den 1,5 Tonnen schweren Wagen schon aus niedrigen Drehzahlen heraus kräftig an. Dabei überzeugt er mit gleichmäßiger Leistungsentfaltung: Kraftvolles Beschleunigen liegt ihm ebenso wie sanftes Dahinrollen bei 120 km/h mit knapp 2000 U/min. Im günstigsten Fall wird die 100-km/h-Marke aus dem Stand nach 7,7 Sekunden passiert, bis 224 km/h reicht der Vortrieb.

          Beim Anlassen noch recht deutlich als Diesel vernehmbar, tritt das Motorgeräusch mit zunehmender Geschwindigkeit in den Hintergrund. Vier Fahreinstellungen lassen sich per Knopfdruck in der Mittelkonsole anwählen, Eco, Normal, Sport und Individual, dazu kommt der ESC-Sportmodus, der das ESP an der längeren Leine lässt und ein noch agileres Handling ermöglicht. Je nach Modus verändern sich Gasannahme, Schaltpunkte des DSG, Lenkunterstützung und Motorsound.

          Die zügig absolvierte Überlandfahrt im Sportmodus - dieses Fahrprogramm passt am besten zum RS - wurde mit einem höchsten Verbrauch von 8,8 Liter quittiert, mindestens 7,4 Liter waren es bei moderater Gangart. Im Durchschnitt kamen wir auf 7,8 Liter Diesel - das ist weit entfernt vom Normverbrauch von 5,0 Liter. Das Doppelkupplungsgetriebe ist ein Quell der Freude, sobald die einen Wimpernschlag währende Verzögerung nach dem Anfahren überwunden ist. Die sechs Gänge lassen sich auch per Tiptronic und über Schaltwippen anwählen.

          Design sorgt für sportliches Ambiente

          Mit spezieller RS-Frontschürze, Bi-Xenonscheinwerfern, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, rot lackierten Bremssätteln und breiten, trapezförmigen Chrom-Auspuffendrohren kommt der RS auch äußerlich flott daher, er ist aber beileibe kein krawalliger Angeber. Was wie der Buchstabe V vor dem RS-Schriftzug an Grill und Heck aussieht, soll das Háček (tschechisch: Häkchen) auf dem S von Škoda darstellen.

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