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Fahrbericht Audi Q8 : Den Luxus auf die Schräge getrieben

Bild: Audi

Nach BMW und Mercedes macht auch Audi aus seinem großen SUV eine Art Coupé. Dazu gibt es wilde Leuchten vorn und hinten, fertig ist das Spektakel. Übrigens: Er fährt auch recht fein.

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          Der Audi Q7 ist in seiner jetzigen Form schon drei Jahre auf der Straße, aber schöner geworden ist er in dieser Zeit nicht. Manchmal braucht es ja etwas, bis sich das Auge an das neue Auto gewöhnt, bis der Funke der Fugen überspringt, aber der große Geländewagen ist noch immer einfach nur groß. Was Designern misslingt, können die Techniker kaum ausgleichen, gilt doch der Auftritt als wichtigstes Entscheidungsmerkmal der immer mehr auf Äußerlichkeiten fixierten Kundschaft. Dabei lohnt es sich, auf die inneren Werte zu achten. Prioritäre Entwicklungsziele waren seinerzeit hoher Fahrkomfort, niedriges Innengeräusch, seidiges Ansprechverhalten der Motoren, großzügige Platzverhältnisse und verbesserte Handlichkeit.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          All das löst der Q7 auf vorzügliche Weise ein, es ist ein Genuss, mit ihm unterwegs zu sein. Die Lösung des Dilemmas könnte nun gelingen, denn Audi macht das, was auch schon BMW und Mercedes-Benz versuchen: mit schrägen Dächern Zwitter aus SUV und Coupé schaffen. Das ist eigentlich ein Unding, doch in der großen Klasse hat BMW Maßstäbe mit dem X6 gesetzt und gezeigt, wie ansprechend sich ein martialischer Elefant für den Boulevard einkleiden lässt. Mercedes-Benz hat mit einigem Abstand seinen Versuch eines GLE Coupés gestartet, der in seiner ganzen Plumpheit beste Chancen hat, als schlimmste Designsünde in die Geschichte der Ära Gorden Wagener einzugehen.

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