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Fahrbericht Audi A3 Sportback : Der arme Tankwart

Bild: Audi

Der neue Audi A3 fährt großartig, auch und gerade mit dem kraftvollen Diesel. An der Zapfsäule glaubt der Fahrer an einen Fehler. Aber der Anschaffungspreis macht sprachlos.

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          Es ist nur eine Momentaufnahme, aber eine beeindruckende. Nach fast 700 Kilometern Fahrt steht der Audi A3 an der Tankstelle, die Zapfsäule schaltet bei 35 Euro ab. Klarer Fall von Fehler, wir füllen noch mal mit Fingerspitzengefühl nach, nichts zu machen, mehr geht nicht rein. Der niedrige Dieselpreis und der sparsame Motor formen eine derzeit schwer zu schlagende Kombination, finanziell wie im Ressourcenverbrauch und auch im Ausstoß von CO2. Freude bereitet sie zudem während der Fahrt, denn das Triebwerk mit seinen 150 PS und dem satten Drehmoment sorgt allzeit für souveräne, anstrengungslose Fortbewegung.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Nun wünschten wir uns noch, dass der VW-Konzern mit seiner unrühmlichen Geschichte mal mehr macht als vom Gesetzgeber gefordert. In der Tat gibt es schon vereinzelt derart aufwendig gereinigte Antriebe aus Wolfsburg, dass Abgase kaum noch nachweisbar sind. Der A3 allerdings erfüllt bislang nur die geforderte Norm Euro 6d-Temp, BMW 1er oder Mercedes-Benz A-Klasse sind schon ein paar Trippelschritte weiter und erreichen Euro 6d, genau genommen die ab Januar 2021 gültige Norm 6d ISC-FCM. Der Dschungel der in Dutzende Untergruppen aufgeteilten Abgasnormen ist undurchdringlich. Es genügt, sich zu merken, dass nicht mehr realitätsferne Prüfstände, sondern Alltagsbedingungen auf der Straße maßgeblich sind und die NOx-Werte mit jedem Schritt weiter sinken.

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